Gewindeschneiden

Synchrongesteuerte Gewindeschneidfutter verlängern Werkzeugstandzeit

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Gewindeschneidfutter mit Längenausgleich

Die Gewindeschneidfutter mit Längenausgleich kommen auf Werkzeugmaschinen zum Einsatz, bei denen die Vorschubbewegung während der Bearbeitung nicht synchron zur Gewindebohrersteigung verläuft. Deshalb wird auf solchen Werkzeugmaschinen ein Gewindeschneidfutter mit Längenausgleich in Druck- und Zugrichtung benötigt, um die Differenzen zwischen Gewindebohrersteigung und Spindelvorschub auszugleichen. Die Gewindeschneidfutter mit Längenausgleich verfügen zudem über einen Druckpunktmechanismus. Damit wird ein sicheres Anschneiden des Gewindebohrers gewährleistet, und es können gleichmäßige, reproduzierbare Gewindetiefen erreicht werden.

Durch eine spezielle Konstruktion wird das Kühlmittel mit einem Druck bis zu 50 bar zum Gewindebohrer geleitet, ohne jedoch den Längenausgleich zu beeinträchtigen. Dabei sind die Gewindeschneidfutter durch die kompakte Bauweise und die geringe Auskraglänge sehr universell einsetzbar.

Softsynchro-Gewindeschneidfutter sind für moderne CNC-Bearbeitungszentren entwickelt, die für direktes Gewindeschneiden ausgelegt und mit einer Synchronspindel ausgerüstet sind. Die Synchronsteuerung verrechnet die Drehbewegung der Spindel mit der Vorschubachse und synchronisiert beides. Dies ermöglicht, Gewinde mit Werkzeugaufnahmen ohne Längenausgleich zu fertigen, denn lediglich ein Minimallängenausgleich kompensiert in Druck- und Zugrichtung Differenzen zwischen Spindelvorschub und Gewindebohrersteigung bei Synchronisationsfehlern. Je nach Anwendungsfall konnten bei Kunden die Standzeiten der Gewindewerkzeuge auf diese Weise um bis zu 150% erhöht werden.

Gegenüber starren Spannzangen-Aufnahmen wirkt das Rego-Fix-Softsynchro-Gewindeschneidfutter als Dämpfungsglied zwischen Synchronspindel sowie Gewindebohrer beziehungsweise Gewindefurcher und gleicht dadurch Steigungsdifferenzen zwischen Gewindewerkzeug und Synchronspindel aus. Das erzeugt enorme Rundlaufgenauigkeit, schont die Maschinenspindel und bedingt längere Werkzeugstandzeiten.

Weniger Gewindebohrer wegen längerer Standzeit

Im Kostenvergleich treten die Vorteile deutlich zu Tage: Beim Sacklochbohren 2 × D in den Werkstoff GAISi9 schafft der eingesetzte Gewindebohrer mit dem Softsynchro- Gewindeschneidfutter 70 000 Gewinde im Gegensatz zu 30 000 des Gewindeschneidfutters mit Minimallängenausgleich eines Mitbewerbers sowie 28 000 bei einer starren Spannzangenaufnahme. Im Jahresschnitt benötigt der Anwender für den genannten Arbeitsschritt durch die längere Standzeit deutlich weniger Gewindebohrer; nämlich nur 150 im Gegensatz zu 350 (Mitbewerber) beziehungsweise 375 (starre Spannzangen). Unterm Strich spart der Anwender im Vergleich zur starren Spannzange 19 375 Euro und gemessen an einem Mitbewerber-Produkt 2075 Euro pro Jahr ein.

Henning Neumann ist Verkaufsleiter Europa der Rego-Fix AG in 4456 Tenniken/Schweiz.

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