Ungewisser Ausgang! Beginn der Tarifverhandlungen in der gebeutelten Stahlindustrie

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Bei der unter Konjunkturschwäche und anderen Unbilden leidenden Stahlindustrie haben die Tarifverhandlungen begonnen. Es könnte knirschen, auch wenn die Gewerkschaft moderat an die Sache herangehen will ...

So wie noch hier, funkt es in der deutschen Stahlindustrie aktuell nicht mehr. Jetzt starten aber die Tarifverhandlungen. Die IG Metall hat zwar keine konkreten Forderungen für die Höhe neuer Löhne, aber mehr Geld im Säckel wäre schon schön. Die Arbeitgeberseite sieht das nicht so ...(Bild:  Stahlmacher)
So wie noch hier, funkt es in der deutschen Stahlindustrie aktuell nicht mehr. Jetzt starten aber die Tarifverhandlungen. Die IG Metall hat zwar keine konkreten Forderungen für die Höhe neuer Löhne, aber mehr Geld im Säckel wäre schon schön. Die Arbeitgeberseite sieht das nicht so ...
(Bild: Stahlmacher)

Den Auftakt machten in einer gemeinsamen ersten Runde in Düsseldorf die Tarifgebiete "Nordwest" und "Ost" mit insgesamt rund 68.000 Beschäftigten. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall haben die Arbeitgeber zunächst kein Angebot unterbreitet. Leider habe man von den Arbeitgebern bis jetzt noch nichts konkretes dazu gehört, wie sie ihrer Verantwortung für schnelle und faire Maßnahmen gerecht werden wollen. Das hätten sie aber für die zweite Verhandlungsrunde in Düsseldorf am 19. September angekündigt. Die Friedenspflicht endet bekanntlich schon am 30. September. Ab dann sind Warnstreiks legal. Die Verhandlungen für das Saarland starten übrigens erst Mitte November. Im Vorfeld hatte die IG Metall gestern bereits die äußerst schwierige Lage der Stahlindustrie als von ihr registriert bezeichnet. Die Gewerkschaft ging deshalb ohne konkrete Lohnforderung in die Gesprächsrunde. Auf jeden Fall aber will man die Inflation ausgeglichen haben und die Beschäftigung als gesichert wissen.

Der Arbeitgeberverband Stahl lehnt Lohnerhöhungen ab

Die unbezifferte Forderung sei demnach ein großer Vertrauensvorschuss der Beschäftigten. Man glaubt jedenfalls daran, dass am Ende mehr Geld zu erwarten ist. Doch der Arbeitgeberverband Stahl hatte die Forderung nach Lohnsteigerungen bisher zurückgewiesen. Auch wenn anzuerkennen sei, dass die Gewerkschaft sich der dramatischen Lage der deutschen Stahlindustrie offenbar bewusst sei, übersteige die Forderung nach einer Entgelterhöhung die Möglichkeiten der deutschen Stahlindustrie angesichts der lauen Konjunktursituation. Die deutsche Stahlindustrie leidet, wie inzwischen hinlänglich bekannt sein dürfte, unter der Krise bei den Abnehmern – vor allem seitens Autoindustrie. Hinzu kommen gestiegene Energiepreise, Billigimporte aus China und die Kosten für den Umbau zur grünen Stahlproduktion. Auch hohe Zölle auf Stahlimporte in die USA machen der Branche natürlich zu schaffen.

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