Trockenformungsprozess Trockenformverfahren zur Herstellung von Lebensmitteldosen

Quelle: Pressemitteilung von Tata Steel 2 min Lesedauer

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Tata Steel Nederland hat in seinen F&E-Einrichtungen eine neue Dosenherstellungsmaschine in Betrieb genommen.

Neuer Trockenformungsprozess soll Energieverbrauch und Investitionskosten senken.(Bild:  Tata Steel Nederland)
Neuer Trockenformungsprozess soll Energieverbrauch und Investitionskosten senken.
(Bild: Tata Steel Nederland)

Der Bodymaker nutzt ein Trockenformverfahren zur Herstellung von Lebensmitteldosen, die beispielsweise im Einzelhandel verwendet werden. Die Anlage arbeite bis zu 25 Prozent schneller als herkömmliche Anlagen.

Bei konventionellen Dosenherstellungsanlagen werden zunächst kleine Stahlnäpfe ausgestanzt und danach gestreckt, um die Seiten der Dose zu formen. Herkömmliche Verfahren erzeugen dabei Reibungswärme, die Kühlwasser und einen anschließenden Waschvorgang notwendig machen – ein energie- und wasserintensiver Prozess.

Die Anlage von Tata Steel umgehe diese Herausforderung: Durch den Einsatz des Protact-Stahls und der Innenkühlung der Werkzeuge können die Dosen nun in einem trockenen Prozess geformt werden. Dadurch entfällt der Bedarf an emulgiertem Wasser, was den Energieverbrauch senke und die Investitionskosten für die Kunden verringere.

Lebensmittelsicherheit für die Zukunft

Bei Protact handelt es sich um polymerbeschichteten Stahl, der die Reibung beim Umformen verringert. Protact ermögliche damit laut Hersteller eine kürzere und sauberere Produktionslinie.

„Die Polymerschicht stellt sicher, dass die Dose alle zukünftigen Lebensmittelsicherheitsstandards erfüllt“, erklärt Hans van der Weijde, Direktor für Forschung und Entwicklung bei Tata Steel Nederland. „Es ist zudem nicht mehr notwendig, den Stahl zu lackieren.“ Zwar sind Lacke nach den geltenden Vorschriften noch erlaubt, aber Tata Steel Nederland sieht einen klaren Trend hin zur Abschaffung dieser chemischen Beschichtungen.

25 Prozent schnellere Produktion als der Industriestandard – Zusammenarbeit mit Kunden

Die Anlage produziert bis zu 400 Dosen pro Minute – das sind 25 Prozent mehr als der Industriestandard von 320 Dosen. Die Maschine dient bei Tata Steel als Proof of Concept, an dem Kunden den Trockenformungsprozess mit Protact unter realen industriellen Bedingungen erleben können.

„Die Zusammenarbeit mit dem Kunden ist entscheidend“, betont Joris Essing, Marketing Manager für Verpackungsstahl bei Tata Steel Nederland. „Wir verfügen über das Fachwissen zum Trockenverfahren, aber der Kunde muss es in seine eigenen Produktionslinien integrieren. Dies erfordert eine enge Kooperation.“

Die Zusammenarbeit hat bereits zu Ergebnissen auf dem Verpackungsmarkt geführt. Ein Beispiel ist die Partnerschaft zwischen Tata Steel und Grupo Calvo, die zur Entwicklung einer Protact-Thunfischdose führte. Die Polymerbeschichtung reduziert den Ölbedarf zur Produktkonservierung und erleichtert die Entnahme des Thunfischs. Gleichzeitig ermöglicht der effizientere Materialeinsatz eine leichtere Verpackung mit Transportvorteilen.

Meister des Recyclings

Lebensmitteldosen aus Stahl bieten mehrere Vorteile – lange Haltbarkeit auch ohne Kühlung, weniger Lebensmittelabfälle und hervorragende Recyclingfähigkeit. Dank ihrer magnetischen Eigenschaften sind Stahldosen relativ einfach und kostengünstig von anderen Abfallströmen zu trennen.

In den Niederlanden sind Stahlverpackungen – wie etwa Dosen für Bohnen, Mais oder Fisch – die Recycling-Meister des Landes. Mehr als 95 Prozent aller in den Niederlanden verwendeten Stahlverpackungen werden zu neuem Stahl recycelt, was Stahl zum meistrecycelten Verpackungsmaterial macht.

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