Textile Solutions Technische Textilien für industrielle Anwendungen

Redakteur: Annedore Munde

Der Gemeinschaftsstand „Textile Solutions“ auf der Hannover-Messe 2009 zeigt die Potenziale von technischen Textilien und Smart Textiles.

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Neun Aussteller aus ganz Deutschland zeigen, was mit technischen Textilien und Smart Textiles heute möglich ist. Die vielfältigen Materialeigenschaften von technischen Textilien wie Flexibilität, geringes Flächengewicht, Atmungsaktivität oder extreme mechanische Belastbarkeit überzeugen mittlerweile auch Branchen, die bislang wenige Anknüpfungspunkte mit der Textilindustrie sahen: der Automotive-Bereich, die Luftfahrt, die Medizin- und Umwelttechnik oder auch die Architektur.

Technische Textilien erhalten Zusatzfunktionen

Technische Textilien und Smart Textiles können heute viele Funktionen realisieren: Mittels integrierter Mikrosystemtechnik oder elektrisch leitfähiger Textilstrukturen gelingt es beispielsweise, technischen Textilien Zusatzfunktionen wie Heizen, Sensorik oder Datenübertragung zu verleihen und somit völlig neue Produkte aus technischen Textilien zu kreieren.

„Der Standort in der Research & Technology-Halle ist ideal für diese Plattform“, sagt Andreas Beuster, Geschäftsführer der Beuster Unternehmensberatung GmbH und Organisator des Gemeinschaftsstandes. „Am Textile-Solutions-Stand werden interdisziplinäre Diskussionen geführt, konkrete Fragen gestellt und neue Kontakte zwischen Produzenten und Anwendern geknüpft.“, schildert er seine Erfahrungen vom letzten Jahr.

Technische Textilien haben exakt definierte Eigenschaften

Das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V., Chemnitz, zeigt am Stand „Textile Solutions“ beispielsweise ein modulares 4D-Tragseilfördersystems in Leichtbauausführung für den Stückguttransport, das sich durch hohe Zugkräfte und sehr große Flexibilität im Verlauf der Förderstrecke auszeichnet. Außerdem sind neuentwickelte textile Halbzeugstrukturen aus Carbon zu sehen.

Freudenberg stellt auf „Textile Solutions“ neuartigen Magnetschaum aus

Die Freudenberg Forschungsdienste KG präsentieren auf dem Gemeinschaftsstand „Textile Solutions“ Demonstratoren mit dehnbaren Leitern und Elektronik aus dem EU-geförderten Projekt Stella (Strechable Electronics for Large area Applications). Die Freudenberg New Technologies KG stellt mit Magnetschaum ein neues Material mit erstaunlichen Eigenschaften vor. Vielfältige Anwendungen des innovativen Werkstoffes aus Weinheim sind denkbar, beispielsweise der Einsatz als weicher Sensor für Druckmessungen an der Haut oder als Aktuator in Ventilen.

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