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Für eine fehlerfreie Übergabe der gerollten Croissants in die Kuhlen der Backbleche in definierten, von Produkt zu Produkt unterschiedlichen Abständen sorgt die Kopplung der Richtbänderantriebe im Gleichlauf, wobei der Reihenabstand variiert werden kann. Elektronisch damit verknüpft ist wiederum der Transport der Backbleche, sodass deren Kuhlen genau zum richtigen Zeitpunkt unter den Produkten bereitstehen.
Modulares Antriebssystem aus einer Hand erhöht Verfügbarkeit
Die Motion-Control- und Technologiefunktionen sind in Form von PLC-Open-konformen Funktionsbausteinen in der Bibliothek „Simatic S7 Technology“ gebündelt, die sich nahtlos einfügt in das Engineering-System Simatic Step7. Deren Handhabung ist grundsätzlich identisch mit der der Standard-Funktionsbausteine der Simatic-Welt.
In präzise Bewegungen umgesetzt werden die Berechnungen der Technologie-CPU über Umrichter der modularen Baureihe Sinamics S120 von Siemens, die über einen taktsynchronen Profibus mit der Steuerung kommunizieren. Letzteres ist Voraussetzung für schnelle, verteilte Achsregelungen in weitläufigen Anlagen. Der Sinamics-Antriebsverband setzt sich aus einer gemeinsamen Einspeisung, dem sogenannten Active-Line-Modul (ALM), zwei Regelungsbaugruppen (Control Units CU320) und mehreren Leistungsteilen (Ein- und Doppelachs-Motormodulen) (Bild 4) zusammen. Der modulare Aufbau ermöglicht den schnellen Tausch einzelner Komponenten und erhöht die Verfügbarkeit des Gesamtsystems.
Steuerung, Antriebe und auch Elektromotoren aus einer Hand einzusetzen, bedeutet von Haus aus eine optimale Abstimmung ohne Schnittstellenprobleme und damit zügige, problemlose Inbetriebnahmen. Dazu tragen auch der digitale Systembus Drivecliq aller Sinamics-Antriebskomponenten und das elektronische Typenschild der durchgängig eingesetzten Servomotoren Simotics S 1FK7 (mit/ohne Getriebe) von Siemens ihren Teil bei. Weil sich damit händische, potenziell fehlerträchtige Eingaben erübrigen, bei der Erstinbetriebnahme wie beim Austausch.
Einfache Bedienung ist bereits mit eingeschlossen
Um auch angelernten Linienführern die Arbeit so einfach wie möglich zu machen, hat Fritsch unter dem Namen „Simatic WinCC flexible“ eine intuitive Bedienoberfläche für ein „Simatic Multi Panel MP377 Touch“ entwickelt. Damit lassen sich bestehende Programme aufrufen und neue mit wenigen Eingaben erstellen. Der Bediener gibt in vorgefertigte Bildmasken nur die Abmessungen des gewünschten Produkts ein und die Steuerung stellt automatisch alle Achsbewegungen entsprechend ein. Das beschleunigt auch Werkzeugwechsel und hält die Umrüstzeiten kurz.
Für den Zugriff auf aktuelle Prozessdaten von der Produktionsleitebene aus hat Fritsch das Steuerungssystem der beschriebenen Impressa-Linie um einen Ethernet-Kommunikationsprozessor CP343-1 erweitert. Auf Wunsch rüstet der Backmaschinenbauer seine Anlagen auch mit sicherer Ferndiagnose und -wartung aus, um im Fall der Fälle unterstützend eingreifen zu können. MM
* Dipl.-Ing. Andreas Diepgen ist Marketing Manager Automation Systems bei der Siemens AG, Industrial Automation Systems in 90475 Nürnberg, Mirko Maar ist Mitarbeiter der Siemens AG, Motion Control Systems in 97080 Würzburg
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