E-Auto-Situation Tesla immer unattraktiver – VW steigt in der Gunst

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der US-Elektroautobauer Tesla kann laut aktuellen Analysen den Aufschwung am europäischen Elektroautomarkt nicht für sich nutzen. VW-Fahrzeuge und andere legen kräftig zu.

Der Elektroautomarkt zieht wieder an. Vor allem profitieren davon Volkswagen (im Bild der geplante günstige „ID.Every1“) und BYD aus China. Tesla sieht dagegen alt aus ...(Bild:  Volkswagen)
Der Elektroautomarkt zieht wieder an. Vor allem profitieren davon Volkswagen (im Bild der geplante günstige „ID.Every1“) und BYD aus China. Tesla sieht dagegen alt aus ...
(Bild: Volkswagen)

Im April musste Tesla erneut einen herben Dämpfer verkraften. Denn wieder stürzten die Neuzulassungen in der Europäischen Union ab, so die dpa. Diesmal sogar um über die Hälfte, wie aus Daten des europäischen Herstellerverbands Acea hervorgeht. Nach den ersten vier Monaten des Jahres muss Tesla damit ein Minus von gut 46 Prozent hinnehmen. Die Neuzulassungen sackten auf 41.677 Autos ab. Der EU-Automarkt tritt zwar in diesem Jahr insgesamt auf der Stelle, doch speziell bei Elektroautos zieht er nach der Schwäche im Vorjahr wieder kräftig an, wie es dazu heißt. Das ist für Elon Musks Geschäft zusätzlich eine bittere Pille. In den ersten vier Monaten entfielen 15,3 Prozent der Neuzulassungen in der EU auf reine Batterieautos. Ein Jahr zuvor waren es nur 12 Prozent. In Stückzahlen betrug das Wachstum über 25 Prozent.

Tesla unter Druck durch VW und BYD

Tesla kommt offensichtlich immer mehr unter Druck in einem Markt, für den Musk mit der sogenannten Gigafabrik in Grünheide vor den Toren Berlins seine Zelte aufschlug und dabei Milliarden investierte. Nun kommt Volkswagen mit verdoppelten E-Auto-Auslieferungen mittlerweile auf Touren und fährt Tesla meilenweit voraus. Zusätzlich sitzt auch der chinesische Elektroauto-Weltmarktführer BYD (Build Your Dreams) Musk im Nacken. Und das ist noch nicht alles, den BYD hat Tesla in Europa bei reinen Batterieautos schon überholt. Nach Daten der Marktforscher von Jato Dynamics geschah das im April. Allerdings sei der Anteil an Privatkäufern bei den Chinesen eher niedrig (12 Prozent). VW komme auf 26 Prozent und Mercedes sogar auf 37 Prozent. Auch die Nio und Xpeng sind in Deutschland eher Randerscheinungen. Die Frage ist, wie lange?

Günstige Stromer stehen bereit

BYD stellte vergangene Woche nämlich seinen Elektrokleinwagen Dolphin Surf vor. Dieses E-Auto ist zum Einführungspreis von 19.990 Euro zu haben. Denn lange schon fordern beispielsweise Politiker – und nicht zuletzt die potenziellen Käufer – günstigere Elektroautos, damit sich die Elektromobilität auch bei den Normalverbrauchern ausbreiten kann. Und das von VW angekündigte günstige Kleinwagenpendant „ID.Every1“, das auch in dieser Preisklasse rangiert, dürfte aber erst

2027 auf den Markt kommen – eine Chance für BYD. Auch will BYD den Service vor Ort stärken, um auch deutsche Käufer zu überzeugen. Dafür will man mit Dritten zusammenarbeiten. Und in Ungarn und der Türkei investierte BYD in eigene Produktionsstätten.

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