Nächste Pleite Tesla-Konkurrent Fisker ist insolvent

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Tesla-Herausforderer Fisker sucht Schutz vor seinen Gläubigern in einem Insolvenzverfahren.

Henrik Fisker hat Insolvenz angemeldet. Der Grund sind fehlende Finanzspritzen von Investoren, die dem Tesla-Konkurrenten die Luft abgeschnürt haben.(Bild:  Fisker)
Henrik Fisker hat Insolvenz angemeldet. Der Grund sind fehlende Finanzspritzen von Investoren, die dem Tesla-Konkurrenten die Luft abgeschnürt haben.
(Bild: Fisker)

Der Weg in die Insolvenz kündigte sich bei Fisker schon seit Wochen an. Das strauchelnde Unternehmen warnte bereits Ende Februar, dass ohne frisches Geld die Existenz gefährdet ist. Seitdem blieben Gespräche mit einem nicht näher benannten, großen Autobauer über eine Investition ohne Ergebnis. Zwischenzeitlich gehobene Finanzierung und ein Verkauf bereits gebauter Fahrzeuge mit Rabatten reichten ohne einen Deal mit dem Hersteller offensichtlich nicht aus. Am Montag beantragte Fisker im Bundesstaat Delaware ein Verfahren mit Gläubigerschutz.

Der Fisker-Weg in die Insolvenz

Fiskers SUV-Modell Ocean kam unter anderem wegen Problemen mit Zulieferern später als geplant auf den Markt. Einige der ersten Kunden sowie Fachjournalisten kritisierten zudem Softwarefehler und technische Probleme. Im letzten Jahr baute Fisker knapp 10.200 Oceans und lieferte 4.929 davon an die Kunden aus. Fisker erklärte den ursprünglichen Direktvertrieb in den USA und Europa für weitgehend gescheitert und versuchte seit Januar, mit einem Händlermodell aus der Bredouille zu kommen. In diesem Jahr wollte Fisker 20.000 bis 22.000 Autos an Kunden und Händler übergeben. Doch schon Mitte März wurde die Produktion ausgesetzt, um Geld zu sparen.

Zweite Pleite für Henrik Fisker

Fisker trat bekanntlich als ein Herausforderer des Elektroautovorreiters Tesla an. Doch der Absatz von Elektroautos wuchs zuletzt bei weitem nicht so schnell, wie man das noch vor einigen Jahren erwartet hatte. Auch andere Konkurrenten von Tesla wie Rivian und Lucid schreiben notorisch rote Zahlen, haben jedoch unter anderem wegen zahlungskräftigen Investoren tiefere Taschen, während Fisker das Geld ausgeht. Für Fisker-Chef Henrik Fisker ist es die zweite Insolvenz einer von ihm gegründeten Autofirma nach 2013. Er hatte zuvor als Autodesigner unter anderem bei BMW und Aston Martin gearbeitet.

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