Mietkleidung Textildienstleistungsunternehmen bieten Servicepakete für jeden Bedarf
Nicht nur Großunternehmen stehen vor der Frage, ob sie Berufskleidung mieten oder leasen sollen. Heute mietet oder least auch das kleine und mittelständische Haus aus dem Bereich des Maschinenbaus. Schon ab drei Mitarbeitern könne sich nach Aussage eines Textildienstleistungsunternehmens ein Leasingvertrag lohnen. Berufskleidung im Mietservice ist deutlich günstiger als der Kauf.
Anbieter zum Thema
Rundum-Service ist das zentrale Motto, unter dem die im Bereich Berufskleidung im Mietservice tätigen Firmen antreten. Rund um bedeutet Versorgung des Kunden, beginnend bei Auswahl und Anschaffung der Kleidung, ihrer Pflege, der Bevorratung und des Ersatzes. Weitere Dienstleistungen und Produkte erstrecken sich von Elementen der Corporate Identity (Schlagwort: Firmenembleme auf der Kleidung) bis hin zur klassischen Schutzkleidung. Einige der Unternehmen bieten auf die jeweiligen Einsatzgebiete abgestimmte Kleidungen. Dies kann für die Lebensmittelproduktion, das Zimmererhandwerk, den Maschinenbau oder das Büro sein.
Beratung steht vor dem eigentlichen Service
Vor dem eigentlichen Service steht zumeist eine Beratung. In ihr werden die grundlegenden Fragen für den Mietservicevertrag geklärt. Für welche Aufgaben und Funktionen? Sicherlich ist jedermann einsichtig, dass dort, wo körperliche Arbeit geleistet wird, also in der Produktion, eine besondere Berufskleidung erforderlich ist. Blaumänner (beziehungsweise ähnliche Bekleidung) verlangen unter anderem Bewegungsfreiheit, spezielle Taschen, Schutzfunktionen und eine gute Atmungsaktivität des Gewebes.
Welche Kollektion und welche einzelnen Kleidungsstücke sind anzuschaffen? „Jeder Mitarbeiter des Kunden erhält eigene, individuell gekennzeichnete Berufskleidung. Der Barcode verhindert dabei, dass Kleidungsstücke vertauscht werden. Nach der Pflege im Vertragswerk erhält jeder Mitarbeiter seine eigene Kleidung zurück“, heißt es bei der DBL Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH. Die Zentrale hat ihren Sitz in Krefeld. Wie viel Mitarbeiter sind auszurüsten? Welche Konfektionsgröße und wie viele Einzelstücke sind pro Mitarbeiter anzuschaffen? Soll die Kleidung mit einem Firmenemblem ausgestattet werden? Was soll bei Personalfluktuationen geschehen?
Verschiedene Einzelleistungen im Angebot
Auf dem Hintergrund eines Mietservicevertrages werden verschiedene Einzelleistungen erbracht. Boco nennt folgende Elemente, die entsprechend auch die anderen Anbieter besitzen: abholen, umweltgerecht waschen, trocknen und bügeln, gegebenenfalls reparieren, Austausch bei Verschleiß und Größenänderung beziehungsweise Rücknahme bei Mitarbeiterwechsel, Qualität prüfen und bringen. Einige Unternehmen liefern oder holen die Kleidung wöchentlich, bei anderen heißt es: „Bis zu drei Mal in der Woche“ (Larosé).
In Hinblick auf die Kosten ist beim Mietservice an verschiedene Aspekte zu denken. Zentral ist sicherlich, dass der Auftraggeber die Kleidung nicht selbst kauft, oder: „Die Beschaffung der Kleidung übernimmt der darauf spezialisierte Einkauf von Bardusch“. Dass verschlissene Produkte durch das Mietserviceunternehmen kostenlos ausgetauscht werden, ist selbstredend.
Ebenso entfallen alle Aufwendungen für Wäsche und Pflege sowie Wege- und Wartezeiten für die Ausgabe. Die Ware kommt zum Mitarbeiter, teils bis in seinen Schrank. Das mittelständische Unternehmen aus dem Maschinenbau hat nur noch mit einem monatlichen Festpreis zu kalkulieren, der alle Produkte und Dienstleistungen abdeckt.
Berufskleidung bundesweit verfügbar
Die oben angeführten Aspekte (wie Beratung, Serviceleistungen, Mieten oder Leasen) gehören in der Regel zur Angebotspalette aller im Folgenden vorgestellten Unternehmen. Sie werden deshalb nicht nochmals explizit aufgeführt. Alle Anbieter arbeiten bundesweit. Eine Gruppe von Firmen versorgt den Markt über eigene Niederlassungen, in anderen haben sich regional tätige Firmen zusammengeschlossen, um unter einem Markennamen Leistungen anbieten zu können.
Die Alsco Berufskleidungs-Service GmbH mit Sitz in Köln gehört zur weltweit tätigen Alsco-Gruppe. Berufskleidung leasen statt kaufen lautet das Motto unter dem das Haus seit gut fünfzig Jahren am deutschen Markt antritt. Über heute siebzehn Niederlassungen werden mittlerweile rund 66 000 Kunden betreut.
Ob Klimazone, verstellbare Ärmelbreite, Stretchträger oder Taillenzug – Bewegungsfreiheit und ergonomische Ausstattung sind wichtige Anforderungen, die die Komfortlinie des Hauses erfüllt. Sie ist sowohl in der klassischen Mischung aus Polyester und Baumwolle als auch in einer Anfertigung aus verstärkter Baumwolle lieferbar.
„Ausgestattet werden alle Branchen und Gewerke vom 5-Mann-Unternehmen bis hin zur Großindustrie“, schrieb das Unternehmen in einer Pressemitteilung im Oktober 2004. Mit der Linie Top-Collection wendet sich das Haus direkt an Mitarbeiter aus Büro und Verwaltung. Für Herren stehen etwa Sakkos und Hosen zur Verfügung, die Damen können auf Blaser und Röcke zurückgreifen. Auch Blusen, Hemden, Krawatten und Halstücher können geleast werden.
Bardusch stattet über eine Million Menschen aus
Zentrale der Bardusch GmbH & Co. KG ist das baden-württembergische Ettlingen. Das Unternehmen ist mit mehr als zweitausend Mitarbeitern einer der Großen der Branche. Es beliefert nach eigenen Angaben mittlerweile weltweit über eine Million Menschen mit Berufskleidung sowie Arbeitsschutzkleidung beziehungsweise Artikeln der persönlichen Schutzausrüstung. Im Bundesgebiet versorgt es seine Kunden über fünfzehn Niederlassungen.
Das Unternehmen besitzt nach eigenen Angaben Mietberufskleidung „für fast jede Branche und jeden Anspruch“. Pro Work ist der Name jener Kollektion, deren, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung Ende Dezember 2005 formulierte, Bundjacken, Bundhosen, Mäntel und Latzhosen überall in Handwerk und Gewerbe eingesetzt werden.
Die Boco GmbH & Co gehört zur HTS-Gruppe, einem weltweit agierenden Unternehmen mit den Schwerpunkten Berufkleidung im Mietservice und Waschraumhygiene (Marke: CWS). Boco ist in Deutschland der Spezialist für die Berufskleidung. Sitz der Boco-Verwaltung ist Hamburg, Vertriebs- und Servicezentrale sind in Dreieich zu Hause. Sechzehn Niederlassungen versorgen die Kunden. Mehr als 600 000 Menschen in 50 000 Unternehmen aus Handwerk, Industrie, Dienstleistung und Handel tragen heute täglich die Berufskleidung von Boco.
Für eine Reihe von Branchen (etwa das Metallhandwerk) und für einige besondere Anwendungen (wie den Maschinenschutz) hat das Unternehmen spezielle Berufskleidung entwickelt. Boco Cotton Rich ist eine funktionale Linie des Hauses, die branchenübergreifend – „für Industrie und Handwerk“ – Verwendung findet. Das strapazierfähige Mischgewebe besteht aus 65% Baumwolle und 35% Polyester.
Die Mewa Textil-Service AG & CO. Management OHG aus Wiesbaden beliefert mittlerweile über fünfzehn Standorte mehr als 93 500 Kunden in allen Bundesländern. „Jeder Mitarbeiter wird mit mindestens drei Garnituren ausgestattet.“ Speziell für den Metall- und Maschinenbau wird etwa die Linie Ideal empfohlen. Die Bundjacke besitzt tiefeingesetzte Ärmel, verdeckte Knopfleiste, der Herrenkittel hat eine Bewegungsfalte im Rücken, und die Latzhose ist mit elastischen Seitenkeile und Schrittverstärkung ausgestattet. Auch ein Damenkittel gehört zum Lieferprogramm dieser Linie.
Nach eigenen Worten gehört die Larosé Hygiene Service GmbH aus Köln auch. zu den großen Anbietern von textilen Mietdienstleistungen in Deutschland. Durch die Übernahme regional tätiger Häuser (etwa 1992 der Rewatex AG) ist das Unternehmen mittlerweile an sechzehn Standorten präsent und bediente in 2003 insgesamt über 9500 Kunden.
Dr. Dieter Maass ist Wissenschaftsjournalist in 22081 Hamburg, Tel. (0 40) 2 99 82 11
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Mewa Textil-Service
Link: Larosé Hygiene Service GmbH
Link: Alsco Berufskleidungs-Service
Link: DBL Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH
Link: Bardusch GmbH & Co. KG
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