Japan Nippons Hersteller bleiben weltweit die Nummer 1 in der Zerspanung
Japans Werkzeugmaschinenherstellern dürfte vor allem das Jahr 2009 noch lange in unguter Erinnerung bleiben; denn gingen Bestellungen und Produktion 2008, im Jahr der Lehman-Brothers-Pleite, noch recht moderat zurück, fielen sie 2009 ins Bodenlose. So hatte die Branche 2008 noch Orders im Gesamtvolumen von 1,3011 Billionen Yen hereinnehmen können; davon blieben ein Jahr später noch ganze 0,4118 Bllionen Yen übrig.
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Ähnlich verlief die Entwicklung der Produktion, die von 1,2492 Billionen Yen (2008) auf 0,4903 Billionen Yen (2009) zusammenschrumpfte. Allerdings war der Einbruch ebenso kurz wie heftig. Bereits 2010 zogen Auftragseingang und Produktion wieder an – bis die Erdbebenkatastrophe und der Atomunfall in Fukushima im Jahr 2011 erneut für Schockwellen sorgte.
Japans Werkzeugmaschinenherstellern dürfte vor allem das Jahr 2009 noch lange in unguter Erinnerung bleiben; denn gingen Bestellungen und Produktion 2008, im Jahr der Lehman-Brothers-Pleite, noch recht moderat zurück, fielen sie 2009 ins Bodenlose. So hatte die Branche 2008 noch Orders im Gesamtvolumen von 1,3011 Billionen Yen hereinnehmen können; davon blieben ein Jahr später noch ganze 0,4118 Bllionen Yen übrig.
Atomunfall in Fukushima zwang Japans Werkzeugmaschinenbauer zu genauen Untersuchungen
Hersteller wie Mori Seiki sahen sich damals genötigt, ihren Kunden zu versichern, dass die ausgelieferten Maschinen nicht kontaminiert seien. Alle Maschinen, betonte der Zerspanungsgigant in einer Mitteilung, würden vor Auslieferung auf Radioaktivität überprüft. Im Gebiet um die Produktionswerke werde die Radioaktivität kontinuierlich gemessen, um im Falle einer gesundheitlichen Gefährdung sofort handeln zu können. Trotz der Erdbeben und AKW-Havarie erreichten Auftragseingang und Werkzeugmaschinenproduktion 2011 in Japan fast wieder das Niveau vor der Finanzkrise.
Auch 2012 konnte sich Nippon als zweitgrößter Werkzeugmaschinenhersteller der Welt behaupten, auch wenn die Produktion auf Yen-Basis stagnierte. Legt man den Euro zugrunde, konnten die Japaner das Jahr 2012 mit einem Plus von 8 % beenden. Mit 21,4 % Weltanteil und 14,2 Mrd. Euro an wertmäßigem Output ist der Rückstand zur Nummer 1 am Weltwerkzeugmaschinenmarkt, der Volksrepublik China, nur gering. Unangefochten bleibt die Rolle Japans als Weltmeister in Sachen Zerspanungstechnik. Mit einem Anteil der spanenden Maschinen an der Gesamtproduktion von 87 % lag Japan im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerbern an der Spitze. Allenfalls die Schweiz (85 %) und Taiwan (84 %) können da noch mithalten.
Japans Werkzeugmaschinenbau 2013 eher verhalten gestartet
Ins Jahr 2013 sind die Japaner eher verhalten gestartet. Den Statistiken des Herstellerverbandes JMTBA zufolge belief sich der Ordereingang in den ersten drei Monaten auf 0,243020 Billionen Yen. Das waren deutlich weniger als im Vorjahr (0,315627 Billionen Yen), wenngleich die Bestellungen von Monat zu Monat zulegten. Nach einem Minus im April (9,2 % zum Vormonat; 23,6 % zum Vorjahresmonat), zog die Nachfrage im Mai wieder an (plus 18,5 % zum Vormonat). Allerdings blieb sie um 7,2 % hinter dem Vorjahr zurück.
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