Bleibt schwierig Thyssenkrupp kämpft mit schwacher Konjunktur

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Die Konjunkturschwäche drückt beim Industriekonzern Thyssenkrupp weiter auf die Geschäfte.

Für Thyssenkrupp ist die derzeitige Geschäftslage ein Grund, die bisherigen Prognosen nochmal nach unten zu korrigieren, wie die dpa erfahren hat. Hier einige Details.(Bild:  Thyssenkrupp)
Für Thyssenkrupp ist die derzeitige Geschäftslage ein Grund, die bisherigen Prognosen nochmal nach unten zu korrigieren, wie die dpa erfahren hat. Hier einige Details.
(Bild: Thyssenkrupp)

Auch im zweiten Quartal (per Ende März) schrieb Thyssenkrupp rote Zahlen, wie jetzt gemeldet wurde. Der Konzern macht dafür vor allem Wertberichtigungen im Anlagevermögen der Werkstoff-Handelssparte sowie negative Effekte aus der Marktbewertung von CO2-Termingeschäften der Stahlsparte verantwortlich. Daraufhin senkten die Entscheider erneut die Jahresprognosen für Umsatz und Überschuss, man hält aber an der erwarteten Steigerung im operativen Geschäft fest. Insgesamt wird dabei von einer soliden Geschäftsentwicklung in einem herausfordernden Umfeld geredet. Unterm Strich wies Thyssenkrupp von Januar bis März einen Verlust von 78 Millionen Euro aus (Vorjahreszeitraum: minus 223 Millionen Euro).

Um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis von Thyssenkrupp

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 184 Millionen Euro, nach 205 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Grund für die Verringerung sei vor allem, dass positive Einmaleffekte der Autozuliefersparte fehlen, heißt es. Ohne diese Effekte habe das bereinigte Ebit ein Plus verzeichnet. Ergebnissteigerungen im Stahl- und Marinegeschäft hätten dazu beigetragen. Auch Maßnahmen des Effizienzprogramms Apex hätten sich positiv ausgewirkt. Vor allem konjunkturbedingte Preis- und Nachfragerückgänge im Werkstoffhandel und im Stahlgeschäft sorgten im Vergleich zum Vorjahresquartal für Rückgänge bei Umsatz (von 10,1 auf 9,1 Milliarden Euro) und Auftragseingängen (von 10,2 auf 8,6 Milliarden Euro).

Dieses Jahr wird schlechter als das vergangene

Wegen schrumpfender Bestellmengen und geringerer Preise im Stahl- und Werkstoffhandelsgeschäft wird jetzt ein Umsatz unter Vorjahresniveau erwartet. Zuvor hatte der Konzern mit einem Wert auf Vorjahresniveau gerechnet. Beim Jahresüberschuss gehe Thyssenkrupp nun von einem Fehlbetrag im niedrigen 3-stelligen Millionen-Euro-Bereich aus. Bisher hatte das Unternehmen einen ausgeglichenen Wert angenommen. Im Geschäftsjahr 2022/23 hatte der Verlust knapp zwei Milliarden Euro betragen. Beim bereinigten Ebit erwartet der Konzern weiterhin eine Steigerung im hohen 3-stelligen Millionen-Euro-Bereich (nach 703 Millionen Euro im Vorjahr). Vorstandschef Miguel López kommentiert: „Wir haben uns im zweiten Quartal planmäßig entwickelt und wichtige Fortschritte bei der Neuausrichtung des Konzerns gemacht.“

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