Aus für grünen Stahl? Thyssenkrupp könnte sich vom grünen Stahl verabschieden

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Wie das Handelsblatt nach Aussage der dpa berichtet, denkt Thyssenkrupp durchaus über einen Baustopp der Direktreduktionsanlagen für klimafreundlichen Stahl nach ...

So sieht die Thyssenkrupp-Direktreduktionsanlage für grünen Stahl in den Planungen aus. Allerdings sickerte jetzt das Gerücht durch, dass der Konzern sich das Ganze nochmal ganz genau anschauen will. Es könnte sogar zum Stopp des Projektes kommen ...(Bild:  thyssenkrupp Steel)
So sieht die Thyssenkrupp-Direktreduktionsanlage für grünen Stahl in den Planungen aus. Allerdings sickerte jetzt das Gerücht durch, dass der Konzern sich das Ganze nochmal ganz genau anschauen will. Es könnte sogar zum Stopp des Projektes kommen ...
(Bild: thyssenkrupp Steel)

Thyssenkrupp stellt seine Pläne zur Herstellung von sogenanntem grünem Stahl derzeit auf den Prüfstand, wie nicht näher genannte Quellen aus dem Unternehmen verraten, so die dpa. Sollte der Bau der Direktreduktionsanlagen für grünen Stahl tatsächlich nicht weiter verfolgt werden, müsste die Stahlsparte des Konzerns aber die bereits geflossenen staatlichen Subventionen von rund 500 Millionen Euro wieder zurückzahlen. Die Bundesregierung fürchtet nun, dass das Unternehmen für eine Rückzahlung nicht in der Lage ist. Wie es weiter heißt, laufen bereits Gespräche. Thyssenkrupp analysiert aber noch weitere Aspekte ...

Offiziell will Thyssenkrupp weitermachen

Außer dem möglichen Stopp des Projekts für grünen Stahl prüfe der Konzern noch drei weitere Optionen. Dabei könnte der Betrieb auf andere Ofentypen umgestellt werden, wie es dazu heißt. Ein Thyssenkrupp-Sprecher geht auf Nachfrage des Handelsblatts derzeit etwa davon aus, dass die Direktreduktionsanlagen unter den bekannten Bedingungen doch gebaut werden. Der Konzern möchte immerhin an seiner Transformation festhalten, so der Sprecher. Der Thyssenkrupp-Vorstand habe den Aufsichtsrat unterdessen über eine zu erwartende Kostensteigerung informiert. Der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte ein weiterer Sprecher, dass mögliche Zusatzkosten beim Bau der Anlage keine Auswirkungen auf die von Bund und Ländern versprochenen Subventionen haben.

Thyssenkrupp-Chef findet alles merkwürdig

Ende August war der Streit um die Zukunft der Sparte eskaliert. Denn gleich drei Stahlvorstände und vier Aufsichtsratsmitglieder warfen das sprichwörtliche Handtuch, darunter auch Chefaufseher Sigmar Gabriel und Stahlchef Bernhard Osburg. Gabriel sieht die Verantwortung für die Rücktritte vor allem bei Thyssenkrupp-Chef Miguel López. Dieser habe eine beispiellose Kampagne gegen den Stahlvorstand öffentlich in Gang gesetzt, was einem schweren Vertrauensbruch gleichkomme. Offenbar war es das Ziel, den Vorstand zur Aufgabe zu bewegen. López hatte dem Stahlvorstand im Zusammenhang mit dessen Plänen für die Neuaufstellung Anfang August öffentlich der Schönfärberei bezichtigt. Der Stahlvorstand soll nun endlich einen langfristig tragfähigen Geschäftsplan für die Neuausrichtung der Stahlsparte vorlegen, hatte López gefordert.

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