Treiber und Bremser

Thyssenkrupp nucera agiert in herausfordernden Zeiten

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Das ist die Lage im CA-Segment bei Thyssenkrupp nucera

Im Segment Chlor-Alkali (CA) kann sich über Neuaufträge von 70 Millionen Euro freuen (Vorjahr: 89 Millionen). Während das Neubaugeschäft zulegte, lag das Servicegeschäft unter dem hohen Vorjahresniveau, heißt es dazu. Ein im Dezember 2025 unterzeichneter Großauftrag im hohen 2-stelligen Millionenbereich für ein Chlor-Alkali-Projekt im Nahen Osten wird planmäßig im zweiten Quartal 2025/26 im Auftragseingang ausgewiesen. Es sei der größte Auftrag dieser Art für ein Neubauprojekt in der Geschichte des Unternehmens. Der CA-Auftragsbestand lag zum 31. Dezember 2025 bei 302 Millionen (30. September 2025: 347 Millionen). Erzielt hat man einen Umsatz von 70 Millionen Euro (1. Quartal 2024/2025: 108 Millionen). Der Rückgang erkläre sich vor allem durch ein niedrigeres Neubaugeschäft. Das Servicegeschäft liege aber auf dem hohen Vorjahresniveau. Das EBIT reduzierte sich auf acht Millionen deutlich (1. Quartal 2024/2025: 16 Millionen). Steigende Bruttomargen und konsequentes Kostenmanagement konnten das geringere Umsatzvolumen im CA-Geschäft nur teilweise ausgleichen.

Thyssenkrupp nucera investiert weiter in die Zukunft

Trotz des niedrigeren Umsatzniveaus investierte Thyssenkrupp nucera weiter konsequent in Innovationen, heißt es rückblickend. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung hat das Unternehmen um 31 Prozent auf neun Millionen Euro (1. Quartal 2024/2025 = sieben Millionen) erhöht. Der Elektrolysespezialist stärke sein Technologieportfolio unter anderem durch die Hochtemperaturelektrolyse SOEC und eine modulare Hochdruckelektrolyse-Möglichkeit. Auch präsentierte man eine neue Generation von Bipolarmembranen (BM) und weiterentwickelte „BiTAC“-Elektrolyseure (Bipolarer Ionenaustauschmembran-Prozesselektrolyseur), die höhere Leistung bei vereinfachter Wartung und Installation bieten sollen. Im Segment Chlor-Alkali wird der Umsatz voraussichtlich zwischen 320 und 400 Millionen Euro liegen (2024/2025: 387 Millionen).

Das erwartet Thyssenkrupp nucera von diesem Jahr

Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 glaubt man daran, dass der Auftragsbestand zwischen 350 und 900 Millionen liegen wird, was kaum eine Änderung wäre. Die Treiber sieht man bei Neubauprojekten von Elektrolyseuren beider Segmente und im Servicegeschäft. Der Thyssenkrupp-nucera-Vorstand prognostiziert einen Umsatz zwaischen 500 und 600 Millionen Euro, was im Idealfall rund 250 Millionen weniger wären als ein Jahr zuvor. Den Umsatz würden vor allem Projekte generieren, die schon vereinbart seien. Das EBIT dürfte zwischen minus 30 Millionen und null Euro rangieren, was von der Abwicklung und Verumatzung bestehender Aufträge herrühren wird. Sparmaßnahmen, die schon eingeleitet wurden, sollen die geringe Kostendeckung teilweise ausgleichen können.

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