Nur ein Zugpferd im Stall Thyssenkrupp-Geschäfte – Nur Marinesparte auf Erfolgskurs

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Autoindustrie und Bauwirtschaft kriseln. Das tut dem Geschäft von Thyssenkrupp nicht gut. Lediglich der Rüstungsbereich boome, könne aber die Schwächen der anderen Sektoren nicht ausgleichen.

Jetzt liegen die Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres von Thyssenkrupp vor. Wie sich zeigt, ist einzig und allein die Marinesparten TKMS, die U-Boote, Fregatten und Korvetten vom Stapel laufen lässt, auf Erfolgskurs ...(Bild:  TKMS)
Jetzt liegen die Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres von Thyssenkrupp vor. Wie sich zeigt, ist einzig und allein die Marinesparten TKMS, die U-Boote, Fregatten und Korvetten vom Stapel laufen lässt, auf Erfolgskurs ...
(Bild: TKMS)

Der Industriekonzern Thyssenkrupp wird für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer, wie Berichte jetzt vermuten lassen. Das Unternehmen leide demnach unter einer gesunkenen Nachfrage sowie niedrigeren Preisen. „Das schwache Marktumfeld in wichtigen Kundenindustrien wie der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau und der Bauwirtschaft bereiten uns Schmerzen“, kommentiert der Thyssenkrupp-Konzernchef Miguel López mit Blick auf das dritte Quartal des Stahlkonzerns. Ein Lichtblick ist lediglich die Marinesparte TKMS, die aber bekanntlich vor der Abspaltung steht. Dort laufe das Neugeschäft gut und steige der Umsatz. Zwar stampft der Marinesektor durch die derzeit hoch wogenden Konjunkturgewässer, doch kann er die schwächelnden Thyssenkrupp-Bereiche kaum aus der Bredouille ziehen.

Thyssenkrupp-Verluste betragen jetzt fast 280 Millionen

Im dritten Geschäftsquartal (bei Thyssenkrupp geht das von September bis September) wuchs der Auftragseingang aufgrund des Erfolgs von TKMS um gut ein Fünftel (auf 10,1 Milliarden Euro). Der Marinesektor, der U-Boote sowie Fregatten und Korvetten produziert, profitierte aber nicht zuletzt vom laufenden Rüstungsboom und steuerte zum Ergebnis drei Milliarden Euro bei. Damit trage er den größten Anteil im Vergleich zu den anderen Bereichen, die durchweg weniger Neugeschäft generieren konnten. Für das Geschäftsjahr 2024/25 (also Ende September) erwartet Thyssenkrupp deshalb nun einen Umsatzrückgang von fünf bis sieben Prozent, wobei der Stahlkonzern bisher wenigstens eine Stagnation oder einen Rückgang um maximal nur drei Prozent erwartet hat, wie es weiter heißt. Der Konzernumsatz sank um neun Prozent (auf 8,2 Milliarden Euro). Auch in dieser Hinsicht steigerte TKMS als einziger Bereich die Erlöse, sagt der Konzern. Thyssenkrupp will die Sparte aber ja abspalten und ihn noch in diesem Kalenderjahr an die Börse bringen. Unter dem Strich weitete Thyssenkrupp seinen Verlust auf 278 Millionen Euro aus – nach einem Minus von 54 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

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