Strategie Thyssenkrupp verkauft Stahlunternehmen HKM

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Sigmar Gabriel, der Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp Steel Europe, unterstützt die Absicht, sich vom Stahlunternehmen HKM zu trennen.

HKM steht für Hüttenwerke Krupp Mannesmann und gehört zu 50 Prozent zu Thyssenkrupp Steel Europe. Nun hat man entschieden, HKM zu verkaufen, weil Thyssenkrupp das Stahlgeschäft verschlanken möchte. Viele Mitarbeiter bangen um den Job ...(Bild:  HKM)
HKM steht für Hüttenwerke Krupp Mannesmann und gehört zu 50 Prozent zu Thyssenkrupp Steel Europe. Nun hat man entschieden, HKM zu verkaufen, weil Thyssenkrupp das Stahlgeschäft verschlanken möchte. Viele Mitarbeiter bangen um den Job ...
(Bild: HKM)

Das Kürzel des Stahlunternehmens HKM steht für Hüttenwerke Krupp Mannesmann. An HKM hält die Stahlsparte des Industriekonzerns Thyssenkrupp die Hälfte der Anteile, heißt es mit Blick auf die Verkaufsabsicht. Der Rest entfällt auf das niedersächsische Unternehmen Salzgitter und auf den französischen Konzern Vallourec. „Unser Ziel ist der Verkauf“, stellte der frühere Bundeswirtschaftsminister und SPD-Vorsitzende Gabriel gegenüber der der Rheinischen Post fest. Der Verkauf dieses Unternehmens hänge von der Ernsthaftigkeit der Interessanten ab, wie Gabriel kommentierte. Diese müssten auch eine Langfristperspektive bieten. Es nütze ja nichts, wenn man die HKM verkaufe und das Unternehmen dann schon in zwei Jahren vor der Insolvenz stehe. Gabriel: „Das muss man bei so einem Verkaufsprozess ausschließen können.“ Thyssenkrupp Steel möchte die Stahlkapazitäten verringern, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bei HKM wird es sicher auch Mitarbeiter kosten

Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp Stelle Europe will demnach am 9. August die Geschäftspläne für die Zukunft besprechen, wobei es dann wohl auch um HKM gehen werde. Die Lage im Stahlgeschäft von Thyssenkrupp ist bekanntlich angespannt. Im ersten Halbjahr des im Oktober begonnenen Geschäftsjahr 2023/24 sackte der Umsatz nämlich um 15 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro ab. Der operative Verlust fiel dabei mit minus 132 Millionen Euro nur etwas geringer aus als im Vorjahreszeitraum. In der Sparte sind rund 27.000 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kommt die 3.000-Mitarbeiter zählende HKM, die bestimmte Vormaterialien herstellt und diese zur Weiterverarbeitung an ihre drei Gesellschafter Thyssenkrupp Steel, Salzgitter und Vallourec liefert. Wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, hänge unter anderem davon ab, ob es gelinge, das zweitgrößte Stahlwerk Deutschlands durch einen Verkauf weiter zu betreiben. Es wird laut Gabriel daran mit Hochdruck gearbeitet.

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