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Bohren TiAlN-Schicht vervierfacht Standzeit von Bohrwerkzeugen

| Autor/ Redakteur: Gerhard Peyerl / Rüdiger Kroh

Auf tausendstel Millimeter genau müssen Einspritzöffnungen in massive Verteilerleisten von Common-Rail-Motoren gebohrt werden. Eine mehrlagige Spezialschicht aus Titanaluminiumnitrid schützt die Werkzeuge wirksam vor Verschleiß und sorgt für deutlich längere Standzeiten.

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Bild 1: Die absolute Dichtigkeit des Common-Rail-Systems verlangt präzise Bohrungen für die Einspritzöffnungen in schwer zerspanbarem Material. Eine Spezialschicht vervierfacht dabei die Standzeiten der Bohrer. Bild: Oerlikon Balzers
Bild 1: Die absolute Dichtigkeit des Common-Rail-Systems verlangt präzise Bohrungen für die Einspritzöffnungen in schwer zerspanbarem Material. Eine Spezialschicht vervierfacht dabei die Standzeiten der Bohrer. Bild: Oerlikon Balzers
( Archiv: Vogel Business Media )

Jährlich verlassen das Volkswagenwerk Salzgitter rund 1,2 Mio. Motoren aller Art und werden zum Einbau in Fahrzeuge rund um die Welt transportiert. Für jedes Teil gelten Bearbeitungstoleranzen von oft nur tausendstel Millimetern – insbesondere für ein Produkt, das in Zeiten steigender Energiepreise Konjunktur hat, den Common-Rail-Motor.

Seinen Namen hat das verbrauchsarme und laufruhige Diesel-Einspritzaggregat von seinem Herzstück, der gemeinsamen Verteilerleiste. Diese Common Rail speichert den zugeführten Kraftstoff und presst ihn mit geregeltem Druck von bis zu 2200 bar in die einzelnen Zylinder. Erst solch hohe Einspritzdrücke ermöglichen eine optimale Kraftstoffausnutzung und verbesserte Abgaswerte.

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Nachschliff und Präparation der Schneidkanten übernimmt werkseigene Schleiferei

Angesichts der enormen Belastungen wird die Verteilerleiste in einem Stück aus hochfestem Stahl (18MnVS6) gefertigt. Dabei verlangt die nötige absolute Dichtigkeit des Systems extrem genaue Bohrungen für die Einspritzöffnungen im schwer zerspanbaren Material – und das reproduzierbar über die gesamte Standzeit der Bohrwerkzeuge hinweg.

Für diese anspruchsvolle Aufgabe suchte man eine passende Beschichtung als Verschleißschutz für die Vollhartmetall-Sonderwerkzeuge. Die zwingenden Vorgaben: Die beschichteten Werkzeuge sollen auch nach mehrfacher Wiederaufbereitung die Leistungsfähigkeit von Neuprodukten erreichen. Den dafür nötigen Nachschliff und die Präparation der Schneidkanten soll die werkseigene Schleiferei übernehmen, die Wiederbeschichtung ein externer Partner.

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