Viele Unternehmen stellen ihren Fuhrpark immer mehr auf E-Autos um. Mitarbeiter sollten auf Dienstfahrten im Winter allerdings auf ihre Elektromotoren Acht geben.
Energie zu sparen und mehr Reichweite zu gewinnen, darf niemals auf Kosten der Sicherheit gehen.
(Bild: KI-generiert)
Niedrige Temperaturen sind für moderne Elektroautos weniger problematisch als vielfach angenommen. Wer mit dem E-Auto unterwegs ist, sollte trotzdem wissen, inwiefern der Winter dem Fahrzeug zusetzen kann und wie eine möglichst hohe Reichweite bei Minusgraden erhalten bleibt. Der ACE, Europas Mobilitätsbegleiter, gibt Tipps für das Fahren und Laden bei Kälte.
1. Für Startschwierigkeiten gerüstet sein
Auch Elektroautos besitzen, neben der großen Antriebsbatterie, eine 12-Volt-Starterbatterie, die anfällig auf Kälte reagiert. Die Starterbatterie speist die Bordelektronik, also Radio, Lüftung und Display, und startet das Hochvoltsystem und damit den Antrieb. Ist die Starterbatterie leer, kann also nicht gefahren werden. Inzwischen wird die Starterbatterie vieler E-Auto-Modelle entweder aus der großen Batterie oder direkt beim Ladevorgang nachgeladen. Bei allen Autos, nicht nur bei Elektroautos, ist es daher grundsätzlich empfehlenswert, ein Starthilfekabel an Bord oder einen Startbooster zur Hand zu haben. Achtung: Startbooster haben zwar den Vorteil, dass für die Starthilfe kein zweites Fahrzeug benötigt wird, jedoch sind sie kälteempfindlich und können bei Minusgraden nicht dauerhaft im Auto gelassen werden. ACE-Tipp: Für die 12-Volt-Starterbatterien gibt es auch Thermohüllen, die vor Minusgraden schützen. Diese müssen aber in einer Werkstatt eingebaut werden.
Kurze Fahrten, auf die langen Standzeiten folgen, sollten gerade im Winter zugunsten der Funktion der Starterbatterie möglichst vermieden werden – dies betrifft übrigens auch Verbrenner. Stattdessen sind regelmäßige längere Fahrten ideal, da sie der Batterie helfen, sich vollständig zu regenerieren. Wer häufig Kurzstrecken fährt und dabei viele Verbraucher im Auto nutzt, wie etwa Gebläse, Scheibenheizung oder das Infotainmentsystem, sollte die Autobatterie regelmäßig mit einem passenden Ladegerät aufladen. Bestenfalls verfügt das Ladegerät über die Funktion, die Batterie im vollständig geladenen Zustand zu halten, ohne sie zu überladen. Beim Kauf sollte daher auf Geräte mit Lade-Erhaltungsfunktion geachtet werden. So ist die Batterie immer einsatzbereit und vor einer Tiefentladung geschützt.
3. Verringerte Reichweite einplanen
Die Reichweite eines E-Autos hängt vom jeweiligen Fahrzeugmodell und dessen Antriebsbatterie ab. Ebenso spielen Faktoren wie Geschwindigkeit und Fahrstil sowie die Umgebungstemperatur eine Rolle. Bei niedrigen Temperaturen sinkt die Leistungsfähigkeit der Antriebsbatterie. Andererseits verlangsamt sich auch die Ladegeschwindigkeit, um die Batterie zu schützen. Mit dem sogenannten “Vorkonditionieren“ können viele E-Autos die Batterie allerdings auf „Wohlfühltemperatur“ bringen und dort halten. Dieses Heizen der Antriebsbatterie geht jedoch zulasten der Reichweite. Wichtig: E-Autos laden in der Regel bei einem Akkustand zwischen 10 und 80 Prozent am schnellsten, weshalb es sinnvoll ist, den nächsten Ladevorgang nicht erst einzuplanen, wenn die Batterie nahezu leer ist.
4. Bei Glätte starke Rekuperation vermeiden
Bei Eis und Schnee ist mit Elektroautos und Hybriden Vorsicht geboten: Denn bei der Rekuperation werden die Antriebsräder vom Elektromotor gebremst, ohne dass die mechanischen Bremsen eingreifen. Insbesondere bei stark eingestellter Rekuperationsleistung kann das die Stabilität des Fahrzeugs beeinträchtigen – auch weil ABS und ESP nicht schnell genug eingreifen können. Manche Autos ermöglichen eine manuelle Einstellung der Rekuperationsstärke, dann sollte die geringste Rekuperationsstufe gewählt werden. Einige E-Autos verfügen über eine adaptive Rekuperation oder haben einen Winterfahr- oder Schneemodus, der dies berücksichtigt.
5. Effizient heizen
Um möglichst wenig Reichweite zu verlieren, kann es sich lohnen, das eigene Heizverhalten zu überdenken. Dabei ist es hilfreich, die Innenraumheizung etwas niedriger einzustellen. Wer die Heizung auf Umluft stellt, wird feststellen, dass sich der Innenraum schneller erwärmt. Auch ist es sinnvoll, statt der Innenraumheizung die Sitz- und Lenkradheizung zu nutzen, da diese effizienter arbeiten und somit weniger Energie benötigen. Die Sparfunktion der Heizung, welche manche Elektroautos bieten, sollte vorwiegend zum Einsatz kommen, wenn allein gefahren wird. Sie heizt häufig vor allem den Fahrerplatz. Wichtig: Muss das E-Auto die Temperatur nur halten und nicht aufheizen, braucht ein E-Auto selbst bei eisiger Kälte wenig Energie. Fahrzeuge mit Wärmepumpe haben dann eine Leistungsaufnahme von etwa 1 bis 2 Kilowatt, ohne Wärmepumpe liegt diese bei etwa 3 bis 5 Kilowatt. Damit sind auch mehrere Stunden mit eingeschalteter Heizung im Stau kein Problem.
Stand: 08.12.2025
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6. Sicherheit geht immer vor
Energie zu sparen und mehr Reichweite zu gewinnen, darf niemals auf Kosten der Sicherheit gehen. Für die Verkehrssicherheit ist eine gute Sicht jederzeit unabdingbar – mit Gebläse und Heizung die Scheiben freizubekommen, ist somit nicht optional. Auch muss berücksichtigt werden, dass Kälte zu Konzentrationsverlusten führen kann. Gerade auf Langstrecken ist es somit ein Sicherheitsrisiko, auf das Heizen zu verzichten. Ebenso darf in der dunklen Jahreszeit keinesfalls am Licht gespart werden.
7. Direkt nach der Fahrt laden
Bei Kälte ist das Laden direkt nach der Fahrt zu empfehlen. Denn wenn der Akku bereits von der Fahrt warm ist, ist der Ladevorgang nicht nur schneller, sondern auch schonender für die Batterie. Das Laden mit hoher Ladeleistung bei niedriger Temperatur schadet hingegen auf Dauer der Antriebsbatterie, weshalb viele Fahrzeuge automatisch die Ladeleistung drosseln, bis die Batterie eine ausreichend hohe Temperatur besitzt – Schnellladen dauert dann spürbar länger.