Stählernes Jahrhundert-Rückgrat Schweizer Spezialstahl stärkt den Küstenschutz von Helgoland

Quelle: Swiss Steel Group 2 min Lesedauer

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Unsichtbar von außen, aber hochwirksam, schützen rund 2.500 Tonnen Bewehrungsstahl der Swiss Steel Group die künftige Westmole auf Helgoland, die zurzeit erneuert wird.

Was man hier sieht, ist kein gewöhnlicher Baustahl. Es handelt sich um die Stahlsorte Top12 der Swiss Steel Group. Der Spezialstahl ist so legiert, dass er den Kräften von Gezeiten und Stürmen in der Nordsee äußerst lange standhalten kann. Der Werkstoff schützt in Zukunft Helgoland ...(Bild:  Swiss Steel Group)
Was man hier sieht, ist kein gewöhnlicher Baustahl. Es handelt sich um die Stahlsorte Top12 der Swiss Steel Group. Der Spezialstahl ist so legiert, dass er den Kräften von Gezeiten und Stürmen in der Nordsee äußerst lange standhalten kann. Der Werkstoff schützt in Zukunft Helgoland ...
(Bild: Swiss Steel Group)

Die 563 Meter lange Westmole auf Helgoland ist das Schutzbauwerk für den Südhafen, der als Lebensader der pittoresken Felseninsel mitten in der Deutschen Bucht gilt. Damit das Schutzbauwerk den zerstörerischen Kräften der Nordsee auch weitere Jahrzehnte standhalten kann, wird es an der Südspitze, der rund einen Quadratkilometer messenden Hauptinsel bis 2028 von Grund auf saniert. Dabei hält das Bauwerk ein besonders widerstandsfähiger Stahl der Swiss Steel Group zusammen. Es handelt sich um den hoch korrosionsbeständigen Bewehrungsstahl Top12. Der Spezialstahl Top12 wurde, wie es weiter heißt, gezielt für Bauteile mit erhöhter Chloridbelastung entwickelt. Die Resilienz gegen Korrosion dieser Art sei um ein Vielfaches höher als die von konventionellem Betonstahl. Es sei das volumenstärkste Projekt für diesen Werkstoff.

Swiss Steel Group nutzt alle Kompetenzen aus

Top12 wird von der Swiss Steel Group als ein hoch legierter, nichtrostender Stahl der Werkstoffklasse 1.4003 mit einem Chromanteil von über zwölf Prozent beschrieben. Seine Entwicklung sei ein Paradebeispiel dafür, wie die Gruppe aus sich heraus Synergien schafft, um innovative Stahlwerkstoffe zu schaffen. Das ging so: Im Elektrolichtbogenofen der Deutschen Edelstahlwerken (DEW) am Standort Siegen werden die sogenannten Knüppel nach präziser Analyse erschmolzen. Bei Steeltec im Schweizer Emmenbrücke werden sie zu hochwertigem Betonstahl warm gewalzt. Und am Standort Hagen, ebenfalls ein DEW-Werk, erfolgt schließlich die finale Veredelung. Dort wird der Stahl gebeizt und es werden die Ringe in kompakte und sauber gespulte Coils verwandelt, damit sie von den Anwendern optimal weiterverarbeitet werden können, wie die Schweizer Stahlexperten erklären.

Top12-Stahl wird 100 Jahre Nordsee überstehen

Das Bauwerk auf Helgoland ist nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch ein Statement zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Zum Einen wird es aus modernem, klinkerreduziertem Beton errichtet, zum anderen kommt mit Top12 auch ein grüner Stahl zum Einsatz, der klimafreundlich im Elektrolichtbogen-Ofen hergestellt wird. Beides wird den CO2-Fussabdruck des massiven Wasserbauwerks signifikant – und auf das heute technisch mögliche Minimum – reduzieren, sind sich die Schweize sicher. Darüber hinaus ist die Westmole auf Helgoland das erste Projekt der deutschen Bundesanstalt für Wasserbau (BAW), welches ihrem neuen Standard für den „Bau und die Instandhaltung massiver Wasserbauwerke im Meerwasserbereich“ (MBM) entspricht. Das Bauwerk dient als Referenz für zukünftige Grossprojekte im deutschen Küstenschutz, bei denen die Kombination aus ökologischer Materialwahl und technologischer Korrosionsprävention den Standard für die Infrastruktur des nächsten Jahrhunderts setzten soll. Mit einer Ziellebensdauer von hundert Jahren ist Top12 dafür optimal geeignet.

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