Werkzeugaufnahmen Traditionshersteller Kelch beantragt Insolvenz

Redakteur: Jürgen Schreier

In schweren Turbulenzen befindet sich der Schorndorfer Spannmittelhersteller Kelch. Wie aus der Regionalpresse hervorgeht, hat das Unternehmen, das unter anderem Werkzeugaufnahmen, Schrumpffutter und Werkzeugeinstellgeräte produziert, Insolvenz beantragt.

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Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde nach Angaben des Online-Portals der Backnanger Kreiszeitung Dr. Volker Viniol bestellt. Dem Insolvenzantrag der Kelch & Links GmbH, die knapp 120 Mitarbeiter beschäftigt, war laut IG Metall eine Blockade des Werksgeländes vorausgegangen, mit der die Belegschaft den Abtransport von (offenbar geleasten) Maschinen und Produktionsanlagen verhindern wollte.

Die zweite Pleite seit 2003

Der 1942 in Leonberg gegründete Hersteller von Werkzeugaufnehmen war bereits 2003 zum ersten Mal in Insolvenz gegangen und wurde danach von der chinesischen Harbin Measuring and Cutting Tool Group übernommen. Im Dezember 2009 ist das Unternehmen in die Kelch & Links Production GmbH und die Kelch & Links GmbH aufgespalten worden. Außerdem wurde seit einiger Zeit kurzgearbeitet.

Als Gründe für die erneute Insolvenz dürfte die aktuelle Wirtschaftskrise sein. Wie in Branchenkreisen kolportiert wird, soll sich der Umsatz des Schorndorfer Unternehmens im vergangenen Jahr praktisch halbiert haben und nun im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen.

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