Trimet Aluminium Trimet erweitert Gießereikapazitäten im Verbund mit der Automobilindustrie

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Deutschlands größter Aluminiumproduzent, die Trimet Aluminium AG, stärkt die beiden Standorte in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Seit der Übernahme 2001 werden in Harzgerode und Sömmerda mehr als 125 Mio. Euro bis Jahresende investiert. Die Anschaffungen umfassen Anlagen und Maschinen Weitere Investitionen mit einem Volumen von rund 25 Mio. Euro sind in Vorbereitung.

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Vor neun Jahren hatte Trimet die beiden in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenen Werke übernommen. Heute herrscht dort Vollauslastung: In Harzgerode hat Trimet eine neue Gießerei gebaut. Sie wurde kürzlich mit zusätzlichen Druckgießmaschinen (Schließkraft 22000 bis 28000 kN) ausgestattet.

Neues Joint-Venture von Triment Aluminium und KS Aluminium-Technologie gießt Motorblöcke

Zusammen mit der Rheinmetall-Tocher KS Aluminium-Technologie AG (KS-Atag) hat man vor Ort ein Joint-Venture-Unternehmen gegründet, das unter anderem für den Automobilzulieferer Motorblöcke produziert. Dazu sind zwei der vier vorgesehenen Druckgießmaschinen mit je 35000 kN Schließkraft sowie die nachgeschalteten Bearbeitungszentren bereits in Betrieb. Die beiden anderen Maschinen kommen in den nächsten zwei Jahr dazu.

Seit dem vergangenen Jahr werden in Harzgerode auch Fahrwerksteile des 5er-BMW-Modells produziert. Zur Anwendung kommt dort erstmals das Kokillengießverfahren.

Trimet Aluminium investiert im BMW-Werk Landshut

Basis dafür ist eine enge Kooperation mit dem BMW-Standort Landshut: In beiden Werken wird je die Hälfte des Bedarfs produziert, wobei Trimet auch die in Landshut erforderlichen Investitionen trägt und das Automobilhersteller Know-how und technische Unterstützung zur Verfügung stellt.

In Sömmerda wurde eine Druckgießmaschine mit 13000 kN Schließkraft installiert. Auf der Investitionsliste für diesen Trimet-Standort steht noch ein Schmelzofen und ein weiteres Bearbeitungszentrum.

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