Teilereinigung Trockeneisstrahlen sorgt für Messsicherheit in der Motorenentwicklung
Das Trockeneisstrahlen sorgt für Messsicherheit in der Motorenentwicklung. Grund dafür ist die oberflächenschonende Arbeitsweise. Die Geometrie und Beschaffenheit der Oberflächen wird nicht verändert. Außerdem sind die Teile nach einmaligen Reinigen sauber. Bei Extremfällen erfolgt eine Verfahrenskombination.
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Gründlichkeit und oberflächenschonende Arbeitsweise sind Vorteile des Trockeneisstrahlens, die in der Pkw-Motorenentwicklung des Werks Untertürkheim von Daimler bei der Teilereinigung zum Tragen kommen. Dort werden vor und nach den Tests zum Beispiel Kolben, Zylinderköpfe, Ölwannen und Kurbelgehäuse schonend von Öl, Fett, Dichtstoffen, Silikon- oder Verbrennungsrückständen befreit (Bild 1). Weil diese Bauteile danach genau ausgemessen werden, ist es wichtig, dass die Reinigung schonend erfolgt. Abrasive Reinigungsverfahren würden die Messwerte verfälschen.
Trockeneisstrahlen hat breites Anwendungsspektrum in der Oberflächenreinigung
Daimler arbeitet auf dem Gebiet des Trockeneisstrahlens mit dem Schweizer Verfahrens- und Gerätespezialisten Asco, Romanshorn, zusammen. Das Verfahren kommt seit Jahren in unterschiedlichen Industriebranchen zur Anwendung. Mit Trockeneis lassen sich von Oberflächen prinzipiell alle Schmutz- und Bearbeitungshilfsstoffe entfernen, die auf Temperaturunterschiede stark reagieren.
So werden damit Oberflächen von Öl, Wachs, Farben, Lacken, Klebstoffen, Bitumen, Trennmittel und Kunststoffablagerungen befreit – ohne Beschädigung. Auch elektronische Komponenten mit empfindlichen Oberflächen lassen sich reinigen. Weil die Reinigung mit Trockeneis nicht abrasiv ist, kann sie ihre Vorteile auch bei unterschiedlichen Maschinen und Formen ausspielen, zum Beispiel bei Kokillen und Kernkästen in Metallgießereien, Spritzgießformen für Thermoplastteile, Werkzeugen zur Polyurethanverarbeitung und Waffeleisen in der Lebensmittelindustrie.
Trockeneisstrahlen hinterlässt saubere und trockene Oberfläche
Trockeneis entsteht zu 100 % aus flüssigem Kohlendioxid (CO2). Es wird in einem Trockeneispelletizer durch adiabatische Zustandsänderung hergestellt. Während dieses thermodynamischen Vorgangs bildet sich aus flüssigem CO2 tiefkalter Trockeneisschnee, der durch eine Extruderplatte zu Pellets mit 3 mm Durchmesser gepresst wird. Die Tockeneistemperatur beträgt dabei rund –79 °C.
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