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Absaugpumpen sind generell als außenverzahnte Zahnradpumpen aufgebaut. Sie fördern immer ein Öl-Gasgemisch (Ölschaum) und liefern damit eine deutlich höhere Fördermenge im Vergleich zu dem tatsächlich zu fördernden Ölstrom.
Abhängig vom Betrieb kann sogar die Situation eintreten, dass die Absaugpumpe mehrere Minuten gar nicht mit Schmieröl versorgt wird. Dies stellt erhebliche Anforderungen an die Auslegung des Lagersystems. Der Einsatz von leichten und hochverschleißfesten Aluminiumwerkstoffen ermöglicht dabei eine Senkung des Massenträgheitsmoments der Pumpe bis zu 60%.
Keine zusätzliche Pumpe für Motorentlüftung
Eine normalerweise zusätzlich benötigte Motorentlüftungspumpe wird überflüssig, weil Pumpengehäuse und Zahnräder gleiche Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzen. Somit tritt keine Veränderung der Spaltmaße bei unterschiedlichen Öltemperaturen auf, eine gleichbleibende Absaugleistung über den kompletten Temperaturbereich ist gewährleistet.
Absaugpumpen für Turbolader müssen besonders hohe Belastungen aushalten, weil die Pumpen Abgastemperaturen von über 300 °C standhalten müssen und dabei zeitweise trockenlaufen können.
Druckpumpe muss immer vollständig mit Öl versorgt werden
Die Druckpumpe muss, im Gegensatz zu den Absaugpumpen, immer vollständig mit Öl versorgt werden. Sie fördert das von Gas getrennte Öl aus dem Hauptöltank, durch den Ölfilter und Ölkühler hindurch zur Hauptölgalerie und dann weiter zu den einzelnen Lagerstellen.
Die Druckpumpe ist normalerweise zur Druckabsicherung mit einem Sicherheits-Druckbegrenzungsventil ausgestattet. Druckregelventile mit Rückkopplung des Galeriedrucks sind zwischenzeitlich Stand der Technik.
Bei neuen Fahrzeugentwicklungen werden zur Verbrauchs- und damit CO2-Reduzierung zwischenzeitlich vermehrt volumenstromgeregelte Druckpumpen eingesetzt. Eine drehzahlabhängige Galeriedruckregelung bietet weitere CO2-Reduzierungspotenziale.
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