Trump steht auf viel Eis! Donald Trump will doch keine Grönland-Strafzölle durchsetzen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Erst hält Donald Trump eine Rede voller Feindseligkeiten auf dem Weltwirtschaftsforum gegenüber Europa, dann scheint es plötzlich eine Annäherung im Grönland-Konflikt zu geben ...

Gestern Abend war was los in Davos! Zunächst rumpelte Donald Trump beim Weltwirtschafsforum über Europa und die Nato los. Dann kippte die Stimmung und er verkündete, dass es keine Strafzölle wegen des Widerstands der EU zum Thema Grönland gibt ...(Bild:  Ch. Sevens)
Gestern Abend war was los in Davos! Zunächst rumpelte Donald Trump beim Weltwirtschafsforum über Europa und die Nato los. Dann kippte die Stimmung und er verkündete, dass es keine Strafzölle wegen des Widerstands der EU zum Thema Grönland gibt ...
(Bild: Ch. Sevens)

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos überschlugen sich am Abend des 21. Januar die Ereignisse zu Trumps Absicht, Grönland den USA einzuverleiben. Und weil sich Europa teilweise dagegen wehrt, drohte Trump mit Zöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar in Höhe von 10 Prozent auf Warenimporte in die USA. Im Juni würden diese dann auf 25 Prozent gesteigert. Er äußerte dabei, dass Europa sowieso stets einknickt, wenn er etwas will und kritisierte auch die Nato. Doch die Zolldrohung macht der US-Präsident wohl jetzt doch nicht wahr. Der Grund sei ein Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, doch was dabei genau besprochen wurde, bleibt bisher im Nebel. Trump verkündete auf seinem Sprachrohr Truth Social lediglich, dass ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gezimmert wurde, weshalb es sich erübrigt, Zusatzzölle einzuführen. Rutte bestätigte Trumps Angaben mit Blick auf ein mögliches Grönland-Abkommen. Aber: Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung die Ratifizierung des Handels-Deals mit den USA gestoppt. Trump schob noch nach, dass die Angelegenheit komplex ist, aber für immer Bestand hat.

Trump will mehr Einfluss auf Grönland durchsetzen

Es gehe unter anderem um Sicherheitsfragen. Es kursieren aber Gerüchte, dass es in Sachen Grönland einfach nicht mehr nur um die ganze Insel geht. Weiter sickerte durch, dass ein zwischen den USA und Dänemark im Jahre 1951 geschlossenes Verteidigungsabkommen aktualisiert werden soll. Und die USA wollen wohl auch mitentscheiden, wer auf der Arktisinsel investieren darf, wobei sich der Blick wohl vor allem auf die dort lagernden Rohstoffe richtet. Ein großes, schönes Stück Eis nannte Trump das, was er will. Teil der Übereinkunft soll den Angaben nach auch ein stärkeres Engagement der europäischen Nato-Staaten im arktischen Raum sein. Der Tag endet besser, als er begonnen hat, kommentierte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen gegenüber dem dänischen Rundfunk. Zwei Dinge nehme er nun aus Davos mit: Dass Trump sagt, dass er Grönland nicht angreift und dass der Zollkrieg zumindest auf Standby ist. Das ist für Løkke Rasmussen ein positives Ergebnis. Von der Bundesregierung kam nur eine erste zurückhaltende Reaktion auf Trumps Zollrückzieher. „Nach dem Hin und Her der letzten Tage warten wir jetzt mal das Substanzielle ab, welche Verabredung es zwischen Herrn Rutte und Herrn Trump gibt“, so Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD). Heute spricht aber auch noch Bundeskanzler Friedrich Merz in Davos ...

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