Protektionismus Trump will Verkauf von US Steel an Japan verhindern

Aktualisiert am 03.12.2024 Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die Übernahme eines US-Stahlproduzenten durch einen ausländischen Rivalen war schon US-Präsident Biden nicht geheuer. Donald Trump will offensichtlich Taten folgen lassen ...

Der einst mächtige Stahlkonzern US Steel soll an Nippon Steel verkauft werden. Den fragwürdigen Deal hat schon Joe Biden argwöhnisch betrachtet. Donald Trump will nun den Ball aufnehmen und die Sache im Zuge dessen blockieren.(Bild:  US Office)
Der einst mächtige Stahlkonzern US Steel soll an Nippon Steel verkauft werden. Den fragwürdigen Deal hat schon Joe Biden argwöhnisch betrachtet. Donald Trump will nun den Ball aufnehmen und die Sache im Zuge dessen blockieren.
(Bild: US Office)

Der designierte US-Präsident Donald Trump will dem größten japanischen Stahlkonzern Nippon Steel die Übernahme des amerikanischen Rivalen US Steel untersagen, wie die dpa erfahren hat. Er werde den (von Aktionären und beiden Firmenvorständen abgesegneten) Deal als Präsident blockieren. Trump wörtlich: „Ich bin absolut dagegen, dass die einst große und mächtige US Steel von einem ausländischen Konzern aufgekauft wird!“ Durch eine Reihe von steuerlichen Anreizen und Zöllen will er US Steel wieder stark und groß machen – und das werde schnell passieren.

Trump erledigt das, was Biden angekündigt hat

Der japanische Stahlkonzern und sein US-Konkurrent hatten das Kaufvorhaben im Dezember vergangenen Jahres publik gemacht und die Gesamtbewertung inklusive übernommener Schulden mit 14,9 Milliarden Dollar (nach heutigem Stand 14,2 Milliarden Euro) angegeben. Damals hieß es, dass vorbehaltlich der Zustimmung der US-Steel-Aktionäre sowie der Behörden, die Übernahme im zweiten oder dritten Quartal 2024 abgeschlossen sein wird. Gewerkschaftsvertreter in den Vereinigten Staaten protestierten daraufhin vehement. Sie fürchteten um amerikanische Arbeitsplätze und machten als wichtige Wählergruppe im US-Wahlkampf Druck auf den scheidenden US-Präsidenten Joe Biden, der damals noch auf eine zweite Amtszeit hoffte. Auch Biden sprach sich schließlich in einem ungewöhnlichen Schritt gegen den Deal aus und wollte ihn mit Verweis auf nationale Sicherheitsinteressen blockieren.

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