Werkzeugmaschinen Trumpf führt Kurzarbeit ein

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG, Ditzingen, wird an vier deutschen Standorten ab Juli Kurzarbeit einführen. Diese gilt für die Standorte Ditzingen, Gerlingen, Hettingen und Schramberg zunächst bis zum 31. Dezember 2009, wie Trumpf mitteilt. Die Arbeitszeit reduziert sich für die Mitarbeiter im Durchschnitt um rund 20%. Auch die Tochtergesellschaft Hüttinger Elektronik muss Kurzarbeit einführen.

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Bereits in den vergangenen Monaten hatte Trumpf seine Kapazitäten der gesunkenen Nachfrage angepasst. Bis Ende Juni speiste sich die Ausfallzeit aus den Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter, ohne dass sie Einkommenseinbußen erfuhren.

Trumpf-Tochter Hüttinger Elektronik mit schwachem Auftragseingang

Die Trumpf-Tochtergesellschaft Hüttinger Elektronik, Freiburg, hat schon ab Juni Kurzarbeit im Freiburger Werk ein geführt. Davon betroffen sind etwa 320 der 421 Mitarbeiter, wie Trumpf berichtet. Grund hierfür sei die schlechte Auftragslage. Der Auftragseingang ist nach Angaben des Unternehmens in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 um 15% gesunken. Der negative Trend halte unverändert an.

Die Kurzarbeit wird bei Hüttinger in allen Unternehmensbereichen für bis zu 18 Monate eingeführt. 130 Mitarbeiter haben damit im Juni begonnen, der größere Teil folgt nach der Sommerpause. Je nach betrieblicher Notwendigkeit reichen die Arbeitszeitkürzungen von 20 bis zu 40%. Weitgehend ausgenommen von Kurzarbeit seien die Mitarbeiter, die sich mit der Entwicklung neuer Produkte beschäftigen.

Trumpf setzt auf Weiterbildung während der Kurzarbeit

Trumpf und Hüttinger wollen ihre Mitarbeiter in der arbeitsfreien Zeit während der Kurzarbeit qualifizieren - teilweise mit und teilweise ohne Förderung der Weiterbildungskosten durch die Bundesagentur für Arbeit. „Durch Qualifizierung während der Kurzarbeit bereiten wir unsere Mitarbeiter auf neue und höherwertige Arbeitsaufgaben vor und stärken gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Dr. Gerhard Rübling, Arbeitsdirektor der Trumpf Gruppe.

Darüber hinaus will Trumpf seinen Kunden Produkt- und Technologieschulungen anbieten, die diese für ihre Mitarbeiter als Qualifizierungsmaßnahmen während der Kurzarbeit nutzen können. Hüttinger sieht die Weiterqualifizierung zudem als Motivation für die Mitarbeiter.

Trumpf rechnet für das zum 30. Juni 2009 endende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang zwischen 20 und 25% gegenüber dem Vorjahr. Vorläufige Geschäftsjahreszahlen will das Unternehmen Ende Juli vorlegen.

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