Autonom unterwegs TU Ilmenau präsentiert Einkaufs- und Lieferroboter Whizzy

Quelle: TU Ilmenau 2 min Lesedauer

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Die kommende Hannover Messe nehmen die Forscher der TU Ilmenau zum Anlass, ihre Möglichkeiten für autonom fahrende Systeme im städtischen Umfeld und zur Trinkwassergewinnung vorzustellen.

Was hier die Klappe aufreißt heißt Whizzy. Dabei handelt es sich um einen autonom agierenden Einkaufs- und Lieferroboter der TU Ilmenau. Was die Experten sonst noch ersonnen haben, verraten sie hier. Gezeigt wird alles auf der Hannover Messe 2024.(Bild:  TU Ilmenau)
Was hier die Klappe aufreißt heißt Whizzy. Dabei handelt es sich um einen autonom agierenden Einkaufs- und Lieferroboter der TU Ilmenau. Was die Experten sonst noch ersonnen haben, verraten sie hier. Gezeigt wird alles auf der Hannover Messe 2024.
(Bild: TU Ilmenau)

Im Mittelpunkt der Präsentation der TU Ilmenau auf der Hannover Messe steht die autonome Bewegung im urbanen Raum, wie es heißt. Eine Entwicklung des Fachgebiets Prozessoptimierung, die auf der Hannover Messe gezeigt wird, ist der Einkaufs- und Lieferroboter Whizzy. Es handelt sich dabei um einen autonomen Transport-Rover, der Warenlieferungen in Echtzeit möglich macht. Vor dem Hintergrund des boomenden Online-Handels könne Whizzy als schnelle und günstige Alternative die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels insbesondere in kleineren Städten und ländlichen Regionen stärken. Whizzy agiere auf Basis modernster 5G-Technologien und verfüge über die neuesten Fahrfunktionen und Systeme zur Lokalisierung, Steuerung und Regelung. Das Roboterkonzept des Prototyps lässt sich nach Aussage der Ilmenauer auch auf viele andere Bereiche des Alltags übertragen – etwa auf autonome Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr oder auf Assistenzroboter im Pflegebereich.

Fahrerloses Mobil erkennt Mimik von Menschen

Ein Forschungsteam des Fachgebiets Prozessoptimierung hat außerdem eine Möglichkeit auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt, die es einem führerlosen Fahrzeug ermöglicht, innerhalb von Millisekunden die Absicht von Fußgängern zu bestimmen, um seine Fahrweise darauf entsprechend abzustimmen. Eine Kamera analysiert mithilfe künstlicher neuronaler Netze den Gesichtsausdruck der Person am Straßenrand und berechnet die Wahrscheinlichkeit, mit der diese die Straße betreten wird. Gegebenenfalls „tritt“ das autonome System auf die Bremse, um den Passanten vorbei zu lassen, wie man erklärt. Das Besondere sei, dass sich dieses System am Gesichtsausdruck der Menschen orientieren könne. Auch dieses KI-Konzept kann man auf andere Fahrzeuge übertragen, heißt es.

Plasmonischer Schwamm zaubert sauberes Wasser

Eine weitere Erfindung der TU Ilmenau, die auf der Hannover Messe 2024 präsentiert wird, ermöglicht die Trinkwassergewinnung mithilfe von Sonnenenergie. Der sogenannte plasmonische Schwamm wandelt nämlich niederwertige Flüssigkeiten wie verschmutztes Wasser, Brackwasser oder auch salziges Meerwasser in hochwertiges Trinkwasser um. Der Schwamm besteht aus einer porösen dreidimensionalen Struktur, die von Wissenschaftlern aus dem Fachgebiet Werkstoffe der Elektrotechnik durch die Anlagerung von metallischen Nanopartikeln auf den äußeren und inneren Oberflächen so modifiziert wurde, dass sie eine große Menge Wasser absorbieren kann. Damit sei der Schwamm das Herzstück von hocheffizienten Solar-Wärme-Konvertern, die die Energie von Sonnenlicht in Wärme umwandeln. Diese kann dann wieder zur Verdampfung des Wassers genutzt werden. Die durch Verdampfung und Rekondensation erreichte Reinheit des Abwassers liege deutlich über dem WHO-Standard, also des internationalen Standards zur Gewährleistung sicheren Trinkwassers.

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