Antriebskonzept setzt Maßstäbe Turbinenantrieb erreicht Drehmomentdichte von 300 Nm/kg

Quelle: Pressemitteilung Flender 3 min Lesedauer

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Das neue Antriebskonzept Revo erreicht als erstes Antriebssystem eine Drehmomentdichte von 300 Nm/kg. Das steigert die Effizienz und senkt gleichzeitig die Stromgestehungskosten, denn Windturbinen können damit kompakter gebaut oder bei gleicher Größe leistungsfähiger werden.

Durch die kompakte Bauweise des neuen Antriebskonzepts lässt sich der Bauraum der Gondel und damit die Turmkopfmasse der Turbine reduzieren. (Bild:  Flender)
Durch die kompakte Bauweise des neuen Antriebskonzepts lässt sich der Bauraum der Gondel und damit die Turmkopfmasse der Turbine reduzieren.
(Bild: Flender)

Der globale Markt für Windenergieanlagen wächst kontinuierlich, und gleichzeitig steigen die Anforderungen an Leistung und Dimensionen der Turbinen. Hersteller arbeiten intensiv daran, die Effizienz ihrer Systeme zu erhöhen und die Kosten für Windstrom weiter zu senken. Einen wichtigen Schritt macht Flender bzw. seine Windmarke Winergy mit dem neuen Antriebskonzept Revo. Erstmals erreicht ein Turbinenantrieb die Drehmomentdichte von 300 Newtonmeter pro Kilogramm.

„Mit Revo definieren wir die Standards in der Windkrafttechnologie neu“, sagt Andreas Evertz, CEO der Flender-Gruppe. „Die gesteigerte Drehmomentdichte erhöht die Effizienz und reduziert gleichzeitig den Materialeinsatz – ein entscheidender Schritt für noch mehr Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Branche.“

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Mehr Effizienz durch höhere Drehmomentdichte

Revo ist ein validiertes Designkonzept für neue Turbinengenerationen und bietet eine Drehmomentdichte von 300 Nm/kg. Das ermögliche deutlich kompaktere Antriebssysteme: Bei gleicher Leistung kann der Außendurchmesser um bis zu 25 Prozent reduziert werden. Andreas Klein, Vice President Drive Systems und Gear Engineering für Flenders Wind-Geschäft, erläutert: „Die Drehmomentdichte – vereinfacht auch Leistungsdichte genannt – beschreibt, wie viel Drehmoment ein Antrieb pro Kilogramm Material übertragen kann – ein zentraler Kennwert für die Investitionskosten eines Windparks.“

Das kompakte Getriebedesign adressiert mehrere zentrale Herausforderungen bei der Entwicklung neuer Turbinen und bietet weitreichende Vorteile: Es senkt Transportkosten und ermöglicht die Straßentransportfähigkeit, auch für die aktuellen und zukünftigen Leistungsklassen jenseits der 8 Megawatt. Die kompakte Bauweise erschließt neue Standorte, die bisher logistisch nicht erreichbar waren, und kann damit den Ausbau der Windenergie beschleunigen.

Zudem reduziert der geringere Materialeinsatz die Gondelgröße und die Masse im Turmkopf. Das spart Kosten bei Turm und Fundament. Im Vergleich zu Getrieben derselben Leistungsklasse aus dem Jahr 2010 ermöglicht Revo eine CO₂-Reduktion von bis zu 70 Prozent, so Flender. Geräuscharme Gleitlager der zweiten Generation sorgen für die Einhaltung europäischer Emissionsrichtlinien und erhöhen die Betriebssicherheit.

Globale Entwicklungsleistung als Erfolgsfaktor

Revo ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit innerhalb des globalen Engineering-Netzwerks von Flender. Durch die Weiterentwicklung bestehender Technologien und den Einsatz neuer Verzahnungsmaterialien sei ein einzigartiger Prototyp entstanden, der Wettbewerbsvorteile schafft. Herzstück des Konzepts ist die Kombination neuer Technologien – darunter die optimierte Kombination aus Planetenstufen und Planetenrädern je Stufe, platzsparende und geräuschreduzierende Gleitlager sowie induktionsgehärtete Materialien für maximale Zuverlässigkeit. Umfangreiche Tests bestätigen die Leistungsfähigkeit des Konzepts.

„Wir haben die Drehmomentdichte unserer Antriebe in den vergangenen Jahren bereits verdoppelt“, sagt Tommy Rahbek Nielsen, President von Winergy. „Mit Revo und dem Erreichen der 300-Nm/kg-Marke eröffnen wir unseren Kunden neue Möglichkeiten: mehr Leistung im gleichen Bauraum oder kompaktere Komponenten ohne Einbußen bei Performance und Zuverlässigkeit. Gemeinsam definieren wir das passende Technologiepaket für jedes Projekt.“

Premiere im Werk Voerde

Nach erfolgreicher Validierung ist das Revo-Konzept derzeit im Winergy-Werk in Voerde zu sehen. „Die Kompaktheit im Vergleich zu bisherigen Systemen ist beeindruckend“, so Nielsen. „Der Prototyp soll als Impuls dienen, um mit unseren Kunden die besten Lösungen für kommende Projekte zu entwickeln. Unser gemeinsames Ziel: Windenergie so effizient und wirtschaftlich wie möglich gestalten.“

„Mit Revo bieten wir eine Antwort auf die Anforderungen heutiger und zukünftiger Windenergieprojekte“, ergänzt CEO Evertz. „Diese Innovation ist ein weiterer Schritt in Richtung Versorgungssicherheit – und wir sind stolz, sie präsentieren zu können.“

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