Hochgeschwindigkeitsbearbeitung Turbinenschaufelfertigung stellt höchste Ansprüche an die Steuerung
Frei geformte, hochwertige Oberflächen und höchste Passgenauigkeit – bei der Fertigung von Turbinenschaufeln müssen diese Kriterien erfüllt werden. Weil diese Teile meist in Serien von einigen Hundert Stück gefertigt werden, kommt es außerdem auf eine optimierte Bearbeitungszeit an. Für das Gesamtergebnis spielt die CNC eine bedeutende Rolle.
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Bei GE Oil & Gas in Talamona (Sondrio/Italien) werden für die gesamte Unternehmensgruppe Gas- und Dampfturbinenschaufeln gefertigt – rund 600000 Teile pro Jahr. Dieser hoch spezialisierte Sektor stellt besondere Bearbeitungsanforderungen, die aus den mittleren bis kleinen Abmessungen der zu bearbeitenden Teile, aus den komplexen dreidimensionalen Formen und der geforderten Genauigkeit resultieren.
Die normalen Arbeitstoleranzen liegen hier im Bereich von einem Hundertstel Millimeter, aber auch Toleranzen von einem Mikrometer sind nicht selten. Ausschlaggebend für diese Anforderungen sind die beiden Hauptbestandteile einer Turbinenschaufel: Das Blatt hat ein sehr komplexes dreidimensionales Profil, und der Fuß erfordert extreme Genauigkeit, um eine perfekte Ausrichtung in der entsprechenden Einbauposition zu gewährleisten.
Schaufel wird in einem Aufspann zerspant
Aus Wirtschaftlichkeits- und Genauigkeitsgründen wird in Talamona die Schaufel in einer Aufspannung fertig zerspant, so dass sie dann nur noch zur abschließenden Oberflächenbehandlung geschickt werden muss. Damit vermeiden die Verantwortlichen bei GE Oil & Gas Fehler, die ansonsten bei den zahlreichen Positionierungsschritten des Teils auftreten könnten.
Ein dafür geeignetes Bearbeitungszentrum lieferte Werkzeugmaschinenhersteller Gruppo Parpas (OMV): eine Fünf-Achs-Maschine der Serie HSC mit einem speziellen Winkelkopf und einer Fanuc-CNC der Serie 31i-A5 (Bild 1). Die Maschine überzeugt besonders durch hohe Beschleunigung und Bearbeitungsgenauigkeit, für die unter anderem die eingesetzten Direktantriebe verantwortlich sind.
Auch die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Steuerung trägt dazu bei, die Optimierungsvorstellungen von GE Gas & Oil in die Tat umzusetzen. Aus dem Unternehmen heißt es, dass die Steuerung im Vergleich zu anderen Lösungen die CAM-Daten effizienter umsetzen kann, wodurch die Maschine produktiver und genauer wird.
Hamuel setzt auf Fanuc-CNC
Auf die gleiche CNC setzt Hamuel, ein deutsches Unternehmen mit 80-jähriger Tradition im Werkzeugmaschinenbau, das sich schon seit mehr als 20 Jahren mit der Fünf-Achs-Simultanbearbeitung beschäftigt. Das neue Bearbeitungszentrum HSTM300 (Bild 2) ist für die automatische Dreh-Fräs-Bearbeitung von hochpräzisen Werkstücken wie Turbinenschaufeln und Blisks ausgelegt.
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