Pumpeneffizienz Turbulence Optimizer erhöht Wirkungsgrad von Axialpumpenbaureihe

Redakteur: Stéphane Itasse

Ein Pumpenhersteller hat seine neue Baureihe von Axialpumpen für Hochleistungsanwendungen mit einem Turbulence Optimizer ausgerüstet. Mit diesem einfachen System können Verwirbelungen im Zwischenraum zwischen dem Laufrad und dem Zwischenrohr reduziert und damit der Wirkungsgrad um bis zu 2 % erhöht werden.

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Der Energieverbrauch beim Pumpen großer Wassermengen soll mit den KPL-Axialpumpen von Grundfos messbar sinken.
Der Energieverbrauch beim Pumpen großer Wassermengen soll mit den KPL-Axialpumpen von Grundfos messbar sinken.
(Bild: Grundfos/Lars Henrik Mardahl)

Der Wirkungsgrad von Axialpumpen sinkt normalerweise durch die Verwirbelungen im Zwischenraum zwischen dem Laufrad und dem Zwischenrohr, wie Grundfos berichtet. Je höher der Durchfluss und der Druck, desto mehr Verwirbelungen entstünden und desto mehr sinke der Wirkungsgrad. Dieses Problem soll der neu entwickelte Turbulence Optimiser angehen, der den hydraulischen Wirkungsgrad um bis zu zwei Prozentpunkte verbessern kann.

Gummiring am Pumpenlaufrad-Perimeter erhöht den Wirkungsgrad messbar

Der Turbulence Optimiser ist nach Angaben des Herstellers ein ausdehnbarer Gummiring, der am Perimeter des Laufrades befestigt wird. Sobald der Wasserdurchfluss wie auch der Wasserdruck stiegen, passe sich der Gummiring durch Ausdehnung an das Rohr an. Damit würden die Verwirbelungen wie auch die Wirkungsgradverluste reduziert. Standardmäßig seien alle KPL-Axialpumpen mit dem Turbulence Optimiser ausgestattet.

Ferner werde der Wirkungsgrad nicht länger durch Versatz und Produktionstoleranzen des Rohres beeinflusst. Eine optionale Ausstattung der Pumpen mit einem innovativen Antikavitationskegel soll die Entstehung von Wirbeln und Kavitationen in den Pumpen zusätzlich verhindern.

Die KPL-Axialpumpen sind laut Mitteilung von Grundfos für hohen Förderstrom bei geringer Förderhöhe konzipiert. Mit einer Förderstromkapazität von 700 m³/min und einer Förderhöhe von bis zu 9 m seien sie für alle Anwendungsbereiche geeignet, bei denen große Mengen Wasser befördert werden müssen.

Der hochpräzise einteilige Propeller ist genau auf den Anwendungsbereich zugeschnitten, wie es heißt. Mögliche Störungen könnten durch die Anpassung der Schaufeln behoben werden. Die nach hinten gekrümmte Konstruktion lasse Fest- und Faserstoffe vom Propeller abgleiten und verringere damit das Auftreten von Verstopfungen.

Grundfos setzt bei KPL-Axialpumpen auf Leichtbau

Die Axialpumpen der KPL-Baureihe zeichnen sich durch eine besondere Leichtkonstruktion aus, wie der Hersteller berichtet. Die Pumpen hätten ein wesentlich geringeres Gewicht als frühere Modelle, was aber ihre Robustheit nicht beeinträchtige.

Um eine kosteneffiziente Leistungsfähigkeit zu gewährleisten, werde die KPL-Pumpe individuell auf die jeweiligen Anforderungen ausgelegt und sei zudem in zahlreichen Modellvarianten erhältlich. Optional gebe es Ausführungen in unterschiedlichen Pumpenmaterialien, Wellendichtungsmaterialien, Oberflächenbeschichtungen und Sensorvarianten.

Der Wartungsaufwand reduziere sich durch eine Selbstreinigung aufgrund der nach hinten gekrümmten Propellerform. Dank des einfach auszuwechselnden Verschleißrings, des Sichtlochs am Kabelfach und den Patronendichtungen würden Stillstandszeiten niedrig gehalten. Der ausgewuchtete Tragegriff verhindere eine Beschädigung der Pumpe bei ihrer Installation wie auch beim Anheben.

Bei der doppeltwirkenden Gleitringdichtung handle es sich um eine einzigartige Einzelpatrone mit einem Back-to-Back-Wellendichtungssystem. Dieses Dichtungssystem ist nach Herstellerangaben nachhaltig und kann einfach ohne besonderes Werkzeug ausgetauscht werden.

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