Wieder enttäuschend Ucimu-Analyse zur Lage im italienischen Maschinenbau

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Ucimu, der italienische Verband der Werkzeugmaschinen-, Roboter- und Automatisierungsspezialisten registriert für das vierte Quartal 2025 deutlich Rückgänge ...

Riccardo Rosa, Präsident von Ucimu, dem italienischen Maschinenbauverband, gefällt die Gesamtsituation in seinem Land nicht. Hier ein Lagebericht vom „Stiefel“ Europas ...(Bild:  Ucimu)
Riccardo Rosa, Präsident von Ucimu, dem italienischen Maschinenbauverband, gefällt die Gesamtsituation in seinem Land nicht. Hier ein Lagebericht vom „Stiefel“ Europas ...
(Bild: Ucimu)

Im vierten Quartal 2025 verzeichnete der vom Centro Studi & Cultura di Impresa von Ucimu-Sistemi per Produrre erarbeitete Auftragsindex für Werkzeugmaschinen einen Rückgang von 13,6 Prozent (im Vergleich zum Zeitraum Oktober bis Dezember 2024). Der absolute Indexwert hat sich bei 68 (Basis 100 im Jahr 2021) eingependelt. Auf dem Inlandsmarkt fielen die Aufträge im Vergleich zum vierten Quartal 2024 um 2,9 Prozent bei einem absoluten Wert von 56,3. Insbesondere sind die im Ausland eingegangenen Aufträge im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 17,1 Prozent gesunken. Der absolute Indexwert liegt bei 69,3. Auf Jahresbasis bleibt der Auftragsindex im Inland aber positiv. Das erkläre sich daraus, dass in den ersten drei Quartalen ein Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 bei einem absoluten Wert von 67,6 vorlag. Riccardo Rosa, Präsident von Ucimu, erklärt: „Das Gesamtergebnis der Auftragseingänge im Jahr 2025 liegt auf dem Niveau der letzten zwei Jahre und ist damit erneut enttäuschend.“ Laut Rosa demonstriert vor allem das letzte Jahresquartal, dass sich keine nennenswerten Erholungstendenzen zeigen, was den italienischen Markt anbelangt.

Ucimu hofft auf baldige Verbesserungen der Lage

Nun, so Rosa weiter, warten wir auf die Durchführungsverordnungen der neuen Maßnahme, welche die Investitionen in neue Technologien bis 2028 begleiten sollen. Die italienischen Unternehmen setzten große Erwartungen in diese Initiative – insbesondere aufgrund ihrer Laufzeit, die eine bessere Investitionsplanung seitens der Anwender und damit auch eine wirksamere und effizientere Verteilung der Produktionsaktivitäten unserer Unternehmen ermögliche. Rosa: „Wir halten es jedoch für entscheidend, dass die Verordnungen in kürzester Zeit erlassen werden, um sofort mit klaren Rahmenbedingungen arbeiten und die Nachfrage in einer Phase unterstützen zu können, in der das internationale Szenario die Industriesysteme der traditionellen Wirtschaften stark belastet.“

Italiens Maschinenbau fehlen frühere Absatzmärkte

Mit Blick über die Landesgrenzen hinaus stellt das von geopolitischer Instabilität geprägte Klima einen Faktor dar, der die Ergebnisse der italienischen Unternehmen erheblich beeinträchtigt, denen heutzutage viele Geschäftsmöglichkeiten im Ausland nicht ermöglicht werden. Offene Konflikte, die Handelspolitik von Donald Trump mit ständigen Kurswechseln in der Zollfrage, die Krise in der Automobilindustrie sowie die Schließung und Unzugänglichkeit einiger Märkte (Russland und China) bremsen die Möglichkeiten aus. „In diesem Zusammenhang begrüßen wir die Unterzeichnung des soeben geschlossenen Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien, einem Land mit enormem Entwicklungs- und Wachstumspotenzial, das die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automationssystemen sicherlich bestmöglich zu nutzen wissen.“

Mercosur-Entscheidung enttäuscht auch Italien

Im Gegensatz dazu betrachten die Italiener die Entscheidung, das EU-Mercosur-Abkommen zunächst einer Prüfung durch den Gerichtshof zu unterziehen – und somit zu vertagen – als einen schweren Schlag für die verarbeitende Industrie – insbesondere für die italienische Werkzeugmaschinenbranche, die seit jeher auch ein starkes Interesse an aufstrebenden oder konjunkturell schwankenden Märkten in dieser Region habe. Viele dieser Länder, allen voran Brasilien, stellten potenziell sehr interessante Märkte für italienische Unternehmen dar. Rosa mahnt: „Man kann es sich nicht leisten, dass das großes Potenzial der Unternehmen und die Arbeit von Organisationen wie Ucimu durch eine absolut unvernünftige Entscheidung zunichtegemacht werden. Es geht um nicht weniger, als um die Wettbewerbsfähigkeit der euopäischen Industrie!“

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