Stahlkrise Über das Sorgenkind Stahlsparte von Thyssenkrupp nicht erpressbar werden

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD)sieht die Entwicklung bei der Stahlsparte von Thyssenkrupp als besorgniserregend. Die Stahlproduktion habe eine geostrategische Bedeutung für das Land, sagte Scholz der Tageszeitung „Neue Westfälische“ in Bielefeld.

Kanzler zur Stahlkrise: Dürfen nicht erpressbar sein.(Bild:  thyssenkrupp)
Kanzler zur Stahlkrise: Dürfen nicht erpressbar sein.
(Bild: thyssenkrupp)

„Seit der Zeitenwende haben wir gelernt, dass Unternehmen der Rüstungsindustrie zu oft von Zulieferern aus Ländern abhängig sind, bei denen wir uns nicht immer sicher sein können, ob wir zu jedem Zeitpunkt das Material bekommen, was wir brauchen“, so der Bundeskanzler Olaf Scholz.

Als Beispiel führte der Kanzler Halbleiter an. Ein anderes Beispiel seien spezielle Stahlsorten oder auch nur ein billiges Produkt wie Schießbaumwolle. „Deutschland muss da insgesamt resistenter, also robuster werden, wenn es mal Lieferschwierigkeiten gibt“, betonte Scholz. Es gelte, nicht erpressbar zu sein.

Zahl der Arbeitsplätze soll deutlich schrumpfen

Thyssenkrupp hatte am Montag verkündet, dass die Zahl der Arbeitsplätze im Stahlbereich innerhalb von sechs Jahren um 11.000 schrumpfen soll. Von jetzt 27.000 Stellen sollen dann noch 16.000 übrig sein. Arbeitnehmervertreter und die IG Metall drohen angesichts der Jobabbaupläne bei Thyssenkrupp Stahl mit langanhaltendem Widerstand.

Der Thyssenkrupp-Konzernbetriebsratsvorsitzende Tekin Nasikkol betonte, das Unternehmen sei als mit Abstand größter deutscher Stahlproduzent systemrelevant und müsse erhalten bleiben. Deutschland benötige auch für seine Wehrfähigkeit eine unabhängige Stahlindustrie. Er habe sich darüber auch mit dem Bundeskanzler ausgetauscht, der ihn angerufen habe, sagte Nasikkol.

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