Ausbildung Übernahmequote im verarbeitenden Gewerbe am schwächsten

Quelle: Pressemitteilung von Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1 min Lesedauer

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Trotz neuer Höchstwerte in der Übernahmequote von Auszubildenden fällt diese im verarbeitenden Gewerbe am schwächsten aus.

Trotz neuer Höchstwerte bei der Übernahmequote von Auszubildenden ist sie im verarbeitenden Gewerbe am niedrigsten.(Bild: ©  frei lizenziert /  Pixabay)
Trotz neuer Höchstwerte bei der Übernahmequote von Auszubildenden ist sie im verarbeitenden Gewerbe am niedrigsten.
(Bild: © frei lizenziert / Pixabay)

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), stieg die Übernahmequote von Auszubildenden seit 2010 um 18 Prozent und erreichte 2024 mit 79 Prozent einen neuen Höchstwert. Im verarbeitenden Gewerbe war dieser Anstieg jedoch am geringsten. Gleichzeitig sank die Zahl der Ausbildungsabschlüsse um 14 Prozent. Unbesetzte Ausbildungsstellen gingen 2024 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 33 Prozent zurück.

Auszubildende hatten die besten Übernahmechancen im Finanz- und Versicherungswesen, in der Bergbau/Energie- und Wasserversorgung, Verkehr und Lagerei und in der öffentlichen Verwaltung. Fast neun von zehn Absolventen wurden 2024 in diesen Branchen übernommen. In der Land- und Forstwirtschaft war die Quote mit 60 Prozent am niedrigsten.

Die Übernahmequote stieg im Vergleich zu den letzten Jahren in allen Branchen. Im Bereich Erziehung und Unterricht war der Zuwachs mit 36 Prozent am stärksten. Im verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Information und Kommunikation stieg die Quote am schwächsten.

In Deutschland fällt es Betrieben weiterhin schwer, Ausbildungsplätze zu besetzen. Im Jahr 2024 sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf 471.000, deutlich weniger als vor der Coronakrise. Jede dritte Ausbildungsstelle blieb unbesetzt, obwohl die Nachfrage der Jugendlichen nach dualer Ausbildung gestiegen ist. 2024 waren 51 Prozent der Betriebe ausbildungsberechtigt, dieser Anteil hat sich seit der Coronakrise kaum verändert. Von diesen beteiligten sich 56 Prozent an der Ausbildung.

Der häufigste Grund für fehlende Ausbildungen ist Personalmangel. „Dass offene Stellen oft unbesetzt bleiben, schränkt Betriebe dabei ein, Fachkräfte selbst auszubilden. Somit verstärkt der Fachkräftemangel heute den Fachkräftemangel von morgen“, so IAB-Forscherin Barbara Schwengler.

Die Studie beruht auf dem IAB-Betriebspanel, einer repräsentativen jährlichen Wiederholungsbefragung von rund 15.000 Betrieben aller Betriebsgrößen und Branchen.

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