CG TEC Ultraleichte Carbon-Helikopterstruktur per Spezial-Wickeltechnik
Bei Ultraleicht-Hubschraubern kommt es auf jedes Gramm Gewicht an, bei gleichzeitig extremen Belastungen, so CG TEC. Nur 450 kg dürfe so ein ultraleichter Helikopter auf die Waage bringen – halb so viel wie ein heutiger Smart. Carbonfaserverstärkte Kunststoffe erreichen das Zielgewicht optimal, vertragen aber auch harte Landemanöver, wie CG TEC sagt.
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CG TEC entwickelt, wie es heißt, nun eine Tragwerkstruktur für Ultraleicht-Hubschrauber und erobert mit dieser Idee unter 4500 Förderprojekten einen Spitzenplatz. Allerdings eigne sich die konventionelle Prepeg-Wickeltechnik nicht für Helikopterkufen mit ihrer gekrümmten Struktur und dem tangentialem Auslauf. Höchste Zeit also für eine innovative Lösung, meint CG TEC: Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von CG TEC habe deshalb in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut in Bayreuth eine spezielle Geometrie entworfen, um die Form für die verschiedenen auftretenden Belastungsfälle zu konzipieren und mit umfangreichen Computersimulationen ausgiebig zu testen.
Innovative Hubschrauberkufe mit Rennradgewicht
Auf dieser Basis haben die Experten in zahlreichen Iterationsschleifen die verschiedenen Lagenaufbauten untersucht und schließlich die hohen Anforderungen an das Design und die Bauteil-Performance erfüllt, heißt es weiter. Mit der Entwicklung des optimalen Herstellverfahrens konnten die Hightech-Kufen anschließend produziert werden.
Das Projekt Ultraleicht-Helikopter „UL-Heli“, das 2015 gestartet ist, befinde sich jetzt in der Endphase. Durch die, wie es heißt, hervorragende Zusammenarbeit zwischen der CG TEC und den Projektpartnern ZCK (Kulmbach) und dem Fraunhofer-Institut (Bayreuth) konnte die innovative Tragwerkstruktur aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) nach europäischen Vorgaben erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden. Das fertige Gestell wiege jetzt unter 10 kg, also gerade so viel wie ein Rennrad.
Ein weiterer Stern am CG-TEC-Himmel
Die ultraleichte Helikopter-Tragwerkstruktur des Projektes UL-Heli sei technisch dermaßen beeindruckend, dass sie aus 4500 Förderprojekten in die Spitzengruppe der besten 30 gewählt wurde. Mit dieser Top-Position konnte CG TEC am 18. Mai 2017 auf dem Innovationstag des Mittelstands in Berlin ein weiteres Spitzenprodukt präsentieren, wie der Geschäftsführer Oliver Kipf betont. Entwicklungsleiter Dipl.-Ing. Patrick Linsenbühler und sein Team sind auch in anderen Bereichen aktiv: CG TECs Entwicklungsabteilung wurde 2009 ins Leben gerufen und betreut derzeit sieben weitere Förderprojekte im Maschinenbau, für die Bauindustrie und die Prozessoptimierung, sagt Linsenbühler. Außerdem bearbeite die F&E-Abteilung kundenspezifische Projekte, optimiere interne Prozesse sowie eigens entwickelte Produkte. MM
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