Qualitätssicherung

Ultraschall liefert online Daten zur Aushärtung

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Ultraschallsensoren arbeiten mit einer temperaturbeständigen Piezokeramik, die bei elektrischer Anregung mit einer Deformation reagiert und bei mechanischer Anregung eine Spannung generiert. Zwei identische Sensoren können daher als Sender und Empfänger benutzt werden. Die Abmessungen der Sensoren ermöglichen einen problemlosen Einbau in gängige Werkzeuge. In einer speziellen Bauform können sie auch verborgen in der Werkzeugwand angeordnet werden und erzeugen so keine Markierung im produzierten Teil, die oft nicht geduldet wird.

Industriecomputer im 19“-Einschub steuert Erzeugung der Schallimpulse

Ein Industriecomputer im 19“-Einschub steuert die Erzeugung der Schallimpulse, deren Aufnahme nach dem Passieren des Bauteils im Werkzeug, die Signalfilterung und die Signalverstärkung, die Digitalisierung und die Auswertung. Eine Folge von bis zu zwei Messwertaufnahmen pro Sekunde ist problemlos möglich. Abgespeichert und grafisch dargestellt werden die Schallgeschwindigkeit und die Schalldämpfung. Weitere Prozessparameter wie die Werkzeugtemperatur oder Druckverläufe können zusätzlich problemlos in die Dokumentation und Grafik eingebunden werden.

Auf Wunsch wird das Ultraschallsystem in Kombination mit einem Werkzeug geliefert. Diese Serviceerweiterung ist bei unterschiedlichen Prozess- und Werkstoffuntersuchungen sinnvoll: zum Auffinden optimaler Prozessparameter, zum Nachstellen realer Prozessverläufe, beispielsweise bei der Autoklavhärtung, sowie in der Wareneingangskontrolle reaktiver Kunststoffe. Dort muss unter anderem das richtige Mischungsverhältnis zwischen Harz und Härter geprüft werden. Aufgrund der Gefahr einer falschen Rohstofflagerung ist es sinnvoll, in der Wareneingangskontrolle auch den Reaktionsverlauf zu kontrollieren.

Glasübergangstemperatur des gefertigten Bauteils kann ermittelt werden

Das geschieht auf einer Laborpresse, die über ihre Steuerung mit frei wählbaren Temperaturprogrammen betrieben werden kann. Die Programme enthalten insbesondere Kombinationen von Temperaturrampen mit isothermen Phasen. Im Programmmodus mit einer linearen Heizrate lässt sich auch die Glasübergangstemperatur des gefertigten Bauteils ermitteln.

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