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Das speziell entwickelte elektronische Ziehkissen (Bild 4) befindet sich im Pressendurchfallloch und kann motorisch auf jede Position verschoben werden. Die besondere Konstruktion ermöglicht die Herstellung von Schalter- und Steckdosenabdeckungen aus Edelstahl mit neuen Verfahrens- und Prozessmethoden, wie es sie vorher nicht gegeben hat.
So ist die maximale Ausnutzung der Anlagenpotenziale über den Einsatz der Simulation an einem externen Arbeitsplatz und losgelöst von der Produktion möglich. Bei der Anwendung der elektronischen Ziehkissentechnologie von Synchropress in Verbindung mit dem Pressenstößel, vergleicht die elektronische Regelung das Signal des Motorgebers mit einem vorgegebenen Positionssollwert und die eingestellten Parameter werden angefahren.
Umformpresse erlaubt Halte- und Verweilzeiten in jeder Hubbewegung
Liegt eine Abweichung vor, so wird der Servomotor des elektronischen Ziehkissens in diejenige Richtung gefahren, die den geringsten Abstand zum Sollwert sicherstellt. So wird die Abweichung am geringsten gehalten. Der Prozess wird so lange durchgeführt, bis der eingestellte Wert prozesssicher inkrementell innerhalb der Toleranzgrenzen des vorgegebenen Sollwerts liegt.
Jung hat sich insbesondere deshalb für die zweite Synchropress entschieden, weil die Hubgeschwindigkeit zu jeder Pressenstellung individuell einstellbar ist und Halte- beziehungsweise Verweilzeiten in jedem Pressenhub möglich sind. In der Einfahrphase und für das Anschneiden bei Neuwerkzeugen ist die Steuerung über einen Joystick regelbar (Bild 3). Dies bietet den Vorteil, dass die Hubgeschwindigkeit bis auf 0,1 mm/s heruntergefahren werden kann. Ein weiteres Novum, das bei keiner anderen Presse zu sehen ist, das ist die Hubumkehrung, also quasi der Rückwärtsgang.
Aufgrund ihrer einfachen Bauart, die Synchropress wird praktisch einsatzbereit vom Lkw abgeladen, benötigt sie nur eine geringe Aufstellfläche, bietet aber gleichzeitig einen enorm großen Einbauraum, der deshalb auch besonders gut für Folgeverbundwerkzeuge mit mehreren Operationen geeignet ist.
Prozesssicherheit wurde nach kurzer Einarbeitung erreicht
Bereits nach kurzer Einarbeitung läuft die Synchropress bei Jung absolut prozesssicher. Verschleiß wurde seit der Inbetriebnahme vor sechs Jahren nicht festgestellt, auch nicht bei den Rollengewindetrieben (Bild 5).
Ebenso haben thermische Einflüsse keine Auswirkungen auf die hohe Produktqualität. Neben den bereits genannten Kriterien für die Investition in die Synchropress unterstützte die 100%-Kompatibilität zu bestehenden Maschinen die Investitionsbereitschaft bei Jung.
Über die Produktionsdaten und Kurven der variablen Umformparameter gibt es von Jung keine Informationen. Diese unterliegen dem Betriebsgeheimnis. Aber dass man mit der Synchropress in die richtige Technik investiert hat und damit einen entscheidenden Vorteil bei der Herstellung von hochempfindlichen und anspruchsvollen Oberflächenziehteilen herausarbeiten konnte, bekräftigt Betriebsleiter Frank Ehrental.
* Ronald Baiker ist verantwortlich für Projektierung und Vertrieb der Kraft Unternehmensgruppe Synchropress in 33397 Rietberg
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