Prozesssicher, werkzeugschonend und produktiv Bearbeiten: Die Software-Version 17 der CNC-Steuerung TNC7 bietet noch mehr Funktionen, die das Arbeiten in der Werkstatt schneller, sicherer und angenehmer machen.
Die vollintegrierte TNC-Komponenten- und Prozessüberwachung kommt ohne zusätzliche Sensorik aus. Sie erkennt Abweichungen von der Referenzbearbeitung zuverlässig und sorgt für eine gesicherte Prozessqualität.
(Bild: Heidenhain)
Anwender und Hersteller von Werkzeugmaschinen erleben mit dem neuen Steuerungslevel TNC7 von Heidenhain erweiterte Möglichkeiten in der Programmierung und Bedienung ihrer Werkzeugmaschinen. Die Bedienung sei intuitiv, aufgabenorientiert und individuell.
Das neue grafische 6D-Einrichten von Werkstücken
Die TNC7 bietet neben dem grafischen Einrichten der Spannmittel jetzt auch die Möglichkeit, beliebige Werkstücke bis hin zu komplexen Freiformteilen mithilfe einer neuen Antastfunktion in kürzester Zeit grafisch einzumessen. Dabei visualisiert die Steuerung den gesamten Maschinenraum – inklusive Maschinenkomponenten, Spannmitteln, Werkzeugen und Werkstücken – für das prozesssichere Einrichten.
Mit dem neuen grafischen 6D-Einrichten für Werkstücke muss der Anwender nicht mehr wissen, welche Antastfunktionen er in welcher Reihenfolge einsetzen muss. Stattdessen unterstützt ihn die Steuerung beim Einmessen Schritt für Schritt: Der Anwender spannt zuerst in der Realität das Werkstück in sein Spannmittel ein. Anschließend wählt er an der TNC7 ein passendes 3D-Modell seines Werkstücks aus und positioniert es virtuell grob in der Spannvorrichtung. Schon während dieses Arbeitsschritts wird angezeigt, dass der Taster das Werkstück erkennt. Die TNC7 führt den Anwender dann anhand des virtuellen Abbilds auf dem Touchscreen durch die einzelnen Antastvorgänge. Ein grüner Pfeil auf dem Bildschirm signalisiert dem Anwender, wann er einen sinnvollen Antastvorgang starten kann. Außerdem zeigt eine einfache Ampelgrafik an, ob die tatsächliche Position des Werkstücks einschließlich Drehungen bereits vollständig erfasst ist und der Bezugspunkt gespeichert werden kann. Ist das Werkstück komplett aufgenommen, kann die Bearbeitung gestartet werden.
Mit dieser neue Funktion können einerseits auch weniger erfahrenen Bedienern ein einfaches Rohteil schnell und sicher einrichten. Andererseits lassen sich damit auch komplexe Roh- und Freiformteile, bereits vorbearbeitete Frästeile, Guss- oder Schweißteile ausrichten. Möglich wird dies, weil Rundachsen nun auch innerhalb der Antastfunktion verstellt werden können. Das eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten.
Komfortabel programmieren mit NC-Bausteinen
Für besonders komfortables Arbeiten sollen die neuen NC-Bausteine sorgen. Mit ihnen kann der Anwender beliebige Abschnitte aus häufig verwendeten NC-Programmen speichern und jederzeit wieder in neue Programme einfügen. Das können z. B. die notwendigen Sätze sein, um „Bearbeitungsebene schwenken“ zu aktivieren, aber auch komplette Funktions- oder Technologieabschnitte.
So kann der Anwender für OCM (Optimized Contour Milling), das Wirbelfräsen der nächsten Generation, Kombinationen aus verschiedenen Zyklen und Werkzeugen hinterlegen und jederzeit wieder abrufen. Das solll die alltägliche Programmierung in der Werkstatt deutlich erleichtern und beschleunigen. Aber auch Technologiedaten, z. B. für das Erstellen von Gewinden, kann der Anwender als NC-Bausteine ablegen – inklusive Werkzeugen und Zyklus. Dazu markiert er einfach in einem erstellten NC-Programm den gewünschten Teil und speichert ihn ab. Wenn sich Prozesse verändern, können so erstellte NC-Bausteine jederzeit erweitert und angepasst werden.
Mit der TNC7 können Anwender die Anzeige der Arbeitsbereiche nach Bedarf anpassen und Favoriten hinterlegen.
(Bild: Heidenhain)
Die neue Version der Steuerung ergänzt die vertraute Programmierung im Klartext um smarte Funktionen und um die neu entwickelte grafische Programmierung. Der Anwender zeichnet Konturen direkt am Touchscreen. Die TNC7 übersetzt und speichert die Zeichnung in der dialoggeführten TNC-Programmiersprache Klartext. Auch Zyklen und bestehende Konturprogrammierungen sind weiter nutzbar, ebenso wie vorhandene NC-Programme.
Maßgeschneiderte Benutzeroberfläche – auch mit Dunkelmodus
Die Benutzeroberfläche der TNC7 ist darauf ausgelegt, dass der Anwender im Arbeitsalltag schnell zum bestmöglichen Ergebnis kommt. Um auch bei schwierigen Lichtverhältnissen entspannt arbeiten zu können, lässt sich der neue Dunkelmodus am Touchscreen nutzen. Weil unterschiedliche Aufgaben auch darauf abgestimmte Arbeitsumgebungen erfordern, können Anwender den Bildschirminhalt außerdem nach ihren jeweiligen Wünschen und Vorlieben anpassen,
Die TNC7 definiert das Design zukünftiger Steuerungsgenerationen von Heidenhain. Dabei ist nicht nur das Look-and-Feel neu. Neben den Hardware-Komponenten biete die Steuerung vor allem ein fortschrittliches und an die Anforderungen des jeweiligen Anwenders anpassbares Nutzer-Interface. Auch die Bedienung wurde neu entwickelt.
Dynamische Kollisionsüberwachung DCM: die nächste Generation
Für den Rundumschutz der Maschine ist in der TNC7 die neue Generation der dynamischen Kollisionsüberwachung DCM (Dynamic Collision Monitoring) integriert. Mit dem nächsten Steuerungslevel schützt DCM laut Hersteller nicht nur vor Kollisionen zwischen Maschinenteilen und Werkzeugen. Auch Spannmittel können in 3D-Formaten importiert, überwacht und mit einer neuen Funktion ganz einfach grafisch unterstützt eingemessen werden. Mögliche Kollisionen können zudem bereits vor der Bearbeitung im Programmtest erkannt werden. Dazu wird die Situation im Arbeitsraum mit Werkstück, Werkzeug und Spannmitteln in einer hochauflösenden 3D-Ansicht detailgetreu nachgestellt.
Die TNC-Prozess- und -Komponentenüberwachung integriert
Mit der TNC7 können Anwender die Anzeige der Arbeitsbereiche nach Bedarf anpassen und Favoriten hinterlegen.
(Bild: Heidenhain)
Die TNC-Komponentenüberwachung ist eine Toolbox, über die Maschinenhersteller umfangreiche Überwachungsfunktionen realisieren können. So schützt die Komponentenüberwachung im laufenden Betrieb z. B. das Spindellager vor Überlastung oder erkennt zunehmenden Verschleiß von Antriebskomponenten. Außerdem liefert sie Daten über die tatsächliche Belastung der Maschine, um Wartungsmaßnahmen im Rahmen von Predictive Maintenance zu planen.
Stand: 08.12.2025
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Die steuerungsintegrierte TNC-Prozessüberwachung erkennt Prozessstörungen anhand von Abweichungen gegenüber einer Referenzbearbeitung. Der Anwender steuert die Überwachung per Klartext-Syntax und über eine intuitive Benutzerschnittstelle. Die Prozessüberwachung kommt ohne zusätzliche Sensorik aus und sorgt für eine gesicherte Prozessqualität. So lässt sich das Prozessergebniss kontrollieren und gleichzeitig die Produktivität durch umfangreiche Reaktionsmöglichkeiten absichern.