Machen mal mit US-Regierung steigt groß bei Intel ein

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der US-Handelsminister Howard Lutnick bestätigt die Gerüchte, dass die Regierung der USA Großaktionär beim Chipgiganten Intel werden will ...

Der kriselnde Chipriese Intel bekommt Rückenwind! Denn die US-Regierung will sich mit rund zehn Prozent am Unternehmen beteiligen. Und auch ein japanischer Interessent spielt keine geringe Rolle ...(Bild:  Intel)
Der kriselnde Chipriese Intel bekommt Rückenwind! Denn die US-Regierung will sich mit rund zehn Prozent am Unternehmen beteiligen. Und auch ein japanischer Interessent spielt keine geringe Rolle ...
(Bild: Intel)

Der Einstieg der US-Regierung bei Intel als Großaktionär sei eine Gegenleistung für die Milliardeninvestitionen, die Intel zum Ausbau der US-Produktion zugesagt worden seien. Präsident Donald Trump findet, dass dies den amerikanischen Steuerzahlern zusteht. Zugleich schränkte Lutnick aber auch ein, dass es um Aktien ohne Stimmrechte geht. Wie aus dortigen Medien hervorgeht, will man offenbar mit rund zehn Prozent bei Intel dabei sein. Das sei in etwa der Anteil, den man sich zum aktuellen Kurs am Markt für die über zehn Milliarden Dollar (8,57 Milliarden Euro) kaufen könnte, die Intel vom Ex-Präsidenten Joe Biden als Subventionen zugesagt wurden. Trump bezeichnet die Subventionen für Chipkonzerne für den Ausbau der US-Produktion aber stets als Geldverschwendung, weshalb er bekanntlich lieber auf hohe Importzölle setzt, die die Unternehmen dazu bringen sollen, ihre Produkte – in diesem Fall eben Halbleiter – in den USA zu fertigen. Denn bisher kommen die meisten dieser Systeme aus China oder Taiwan. Wie dem auch sei, der Bau der Fabriken dauert aber Jahre. Und das werde außerdem Dutzende Milliarden Dollar kosten. Die Abwanderung der Chip-Produktion nach Asien war einst nicht zuletzt von hohen Subventionen befeuert worden. Unter der Regierung Trump bekam die US-Regierung auch bereits eine sogenannte goldene Aktie. Und zwar bei der Übernahme des amerikanischen Stahlkonzerns US Steel durch den japanischen Rivalen Nippon Steel. Das bedeutet, dass dann die Zustimmung des amerikanischen Präsidenten unter anderem für die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus den USA, Werkschließungen oder große Übernahmen im Land notwendig ist.

Intel freut Milliardenfinanzspritze aus Japan

Intel dominierte einst den Halbleitermarkt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft in puncto Chips für künstliche Intelligenz (KI) gehört derzeit dem Grafikkartenspezialist Nvidia. Auch steht Intel im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren unter verstärktem Druck, heißt es. Der Konzern versucht deshalb, sich zusätzlich zu eigenen Chips, den Fuß als Auftragsfertiger für andere Halbleiteranbieter in die Tür des Marktes zu bekommen. Das laufe aber bisher eher schleppend. So wurden bekanntlich die Pläne für eine große Fabrik in Magdeburg angesichts fehlender Nachfrage aufgegeben. Immerhin: Aus Japan bekommt Intel eine milliardenschwere Finanzspritze. Denn der Technologiekonzern Softbank, geführt von Milliardär Masayoshi Son, kauft Intel-Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro). Der Kaufpreis liege bei um die 23 Dollar pro Stück. Unter anderem ist Softbank zusammen mit dem „ChatGPT“-Entwickler „OpenAI“ am sogenannten Stargate-Projekt beteiligt, durch das gigantische Rechenzentren für KI entstehen sollen. Softbank gehört auch schon die Mehrheit am Chipdesigner Arm, mit dessen Know-how praktisch alle Smartphones und Tablet-Computer laufen.Die Intel-Aktie stieg nach dieser Nachricht deshalb bereits auf gut 26 Dollar. Nicht zuletzt baue Softbank derzeit seine US-Aktivitäten aus.

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