Verpufft! Zoll-Deal der EU mit den USA hat für Maschinenbau schon keinen Sinn mehr

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Zölle auf Einfuhren in die USA belasten den Maschinenbau immer stärker. Und der Zusatzzoll auf Stahl und Aluminium von 50 Prozent wird auch noch auf immer mehr Produkte erhoben ...

Die US-amerikanischen Zölle wirken sich immer negativer auf den Export von Maschinen aus der EU aus. Der VDMA registriert, dass der Zoll-Deal im Prinzip keine Vorteile mehr für die Branche bietet, weil andere Zölle die EU-Waagschale – pro USA – nach unten bewegen.(Bild:  gopixa - stock.adobe)
Die US-amerikanischen Zölle wirken sich immer negativer auf den Export von Maschinen aus der EU aus. Der VDMA registriert, dass der Zoll-Deal im Prinzip keine Vorteile mehr für die Branche bietet, weil andere Zölle die EU-Waagschale – pro USA – nach unten bewegen.
(Bild: gopixa - stock.adobe)

Der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) schätzt, dass inzwischen 30 Prozent der EU-Maschinenexporte von den US-Zöllen betroffen sind, wie das Handelsblatt zunächst berichtete. Darunter fallen demnach Motoren, Pumpen, Industrieroboter sowie Land- und Baumaschinen. Für viele der betroffenen Unternehmen bedeutet das, dass sie ihr US-Geschäft bald an den Nagel hängen können, so der Außenwirtschaftsexperte des VDMA, Oliver Richtberg.

VDMA fordert dringend Nachverhandlungen mit den USA

Die EU und die USA hatten sich Ende Juli auf eine Grundsatzvereinbarung zur Entschärfung des Zollkonflikts geeinigt. Der vereinbarte Zollsatz für die meisten Importe soll bei 15 Prozent zum Liegen kommen – auch für Autos, Halbleiter und Pharmaprodukte. Zölle auf Stahl und Aluminium stehen aber weiterhin bei 50 Prozent. „Der Zolldeal hat seinen Wert für den Maschinen- und Anlagenbau bereits verloren“, konstatiert Richtberg. Denn die pauschal geltende 15-Prozent-Regelung werde offensichtlich durch die Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte faktisch ausgehebelt. In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der dem Pro-Newsletter Industrie & Handel des Nachrichtenmagazins Politico vorliegt, verlangt der VDMA angesichts der problematischen Lage Nachverhandlungen.

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