Motor stottert VDW-Mitglieder beklagen schleppende Nachfrage nach Maschinen

Quelle: VDW 2 min Lesedauer

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Es wurde nun analysiert, dass im dritten Quartal 2024 der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinen-Industrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent abgestürzt ist, so der VDW.

Der VDW-Geschäftsführer, Dr. Markus Heering, zur Lage des deutschen Werkzeugmaschinenbaus: „Es bleibt schwierig! Wir haben uns zwar gut geschlagen, aber viele potenzielle Kunden scheuen Investitionen.“ Hier mehr dazu ...(Bild:  VDW)
Der VDW-Geschäftsführer, Dr. Markus Heering, zur Lage des deutschen Werkzeugmaschinenbaus: „Es bleibt schwierig! Wir haben uns zwar gut geschlagen, aber viele potenzielle Kunden scheuen Investitionen.“ Hier mehr dazu ...
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Im betrachteten Zeitraum fielen die Bestellungen aus dem Inland um 17 Prozent, wie die Analysen zeigen. Die Auslandsorders gingen um 15 Prozent zurück. In den ersten drei Quartalen 2024 sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um 23 Prozent. Das Inland verlor 10 Prozent. Das Ausland notierte 28 Prozent unter Vorjahr. „Die aktuelle Auftragslage bleibt schwierig“, kommentiert Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), das Ergebnis. Die deutsche Industrie habe sich im ersten Dreivierteljahr durch einzelne Großprojekte vergleichsweise gut geschlagen. Generell, so Heering, sind die inländischen Kunden jedoch stark verunsichert und halten ihren Geldbeutel lieber geschlossen. Das ziehe den Heimatmarkt Europa insgesamt herunter. Denn Deutschland sei für viele Länder der wichtigste Handelspartner. Auch die anderen Regionen der Triade haben demnach verloren. Am stärksten liege Asien aufgrund der Nachfrageschwäche Chinas im Minus. Hier ist noch keine Besserung in Sicht. Der kleinste Rückgang kam aus Amerika. Insbesondere die USA und Mexiko haben die Nachfrage nämlich gestützt.

Wie man sieht, hat sich für den deutschen Werkzeugmaschinenbau auch im dritten Quartal keine Trendwende eingestellt.(Bild:  VDW)
Wie man sieht, hat sich für den deutschen Werkzeugmaschinenbau auch im dritten Quartal keine Trendwende eingestellt.
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Mehr Maschinenbauer denken an Kurzarbeit

Die Ist-Analyse der aktuellen Branchensituation hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr wenig geändert, blickt Heering zurück. Der VDW-Geschäftsführer weiter: „Sorgen bereiten die täglichen Nachrichten aus der Automobilindustrie. Und nach wie vor fehlt das Geschäft in der Breite – sowohl in den Märkten als auch in den Abnehmerindustrien.“ Punktuell stützten Luftfahrt, Medizintechnik, Energie, Schiffsbau und Verteidigung mit Projekten. Besser als das Neumaschinengeschäft sollen sich Serviceleistungen, Komponenten, Reparaturen, Instandhaltungen und Umbauten entwickeln. Grundsätzlich bleibe die Automatisierung ein wichtiger Treiber für Werkzeugmaschineninvestitionen. Laut Verbandsumfragen planen deutlich mehr Werkzeugmaschinenbauer, in naher Zukunft wieder Kurzarbeit einzuführen. Während im zweiten Quartal noch 35 Prozent der Befragten davon sprachen, waren es im dritten Quartal bereits 45 Prozent. Auch die Beschäftigung von Zeitarbeitern wird demnach zurückgefahren. Ende des ersten Halbjahres beschäftigte die Branche rund 65.250 Mitarbeitende. Die Produktionsprognose für das laufende Jahr bleibt mit einem Rückgang von acht Prozent bestehen.

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