Hoffnungsschimmer VDW sieht etwas mehr Land bei Auftragslage im Maschinenbau

Quelle: VDW 2 min Lesedauer

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Die Nachfrage nach Maschinen ist in Deutschland zwar weiterhin rückläufig, doch der VDW erwartet eine gewisse Stabilisierung gegen Ende des Jahres.

Vielleicht wird alles bald etwas besser im deutschen Maschinenbau. Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, zur Lage: „Die Inlandsnachfrage ist etwas besser als die aus dem Ausland, aber nicht wirklich berauschend. Anstehende Messen könnten unterstützen.“(Bild:  VDW / S. Kastner)
Vielleicht wird alles bald etwas besser im deutschen Maschinenbau. Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW, zur Lage: „Die Inlandsnachfrage ist etwas besser als die aus dem Ausland, aber nicht wirklich berauschend. Anstehende Messen könnten unterstützen.“
(Bild: VDW / S. Kastner)

Im zweiten Quartal 2024 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) analysiert hat. Dabei fielen die Bestellungen aus dem Inland um 13 Prozent. Die Auslandsorders gingen um 33 Prozent zurück. Im ersten Halbjahr 2024 sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent. Das Inland verlor sieben Prozent. Das Ausland notierte 33 Prozent unter den Vorjahreszahlen. „Das Auftragsvolumen ist das niedrigste seit dem Abschlussquartal 2020“, resümiert Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des VDW. Das bessere Inlandsgeschäft signalisiere aber nicht die erhoffte Trendwende, sondern erkläre sich durch einige punktuelle und auch projektgetriebene Geschäfte.

Der Messeherbst könnte Verbesserungen bringen

Insgesamt fehle das Geschäft in der Breite, was sowohl die Abnehmerbranchen als auch die Märkte betrifft. Positiv stützen immerhin einige Branchen wie die Luftfahrt, die Medizintechnik sowie der Energiesektor und der Schiffsbau das Maschinenbaugeschehen. Die E-Mobilität schippert aber aufgrund der schwachen Verkaufszahlen aktuell mit schlaffen Segeln. Deutlich besser als das Neumaschinengeschäft entwickeln sich die Themen Service, Komponenten, Reparaturen, Instandhaltungen und Umbauten. Grundsätzlich bleibe die Automatisierung ein wichtiger Treiber. Eine allmähliche Stabilisierung der Auftragslage sieht der VDW erst für die zweite Jahreshälfte 2024 – vor allem im Schlussquartal. Dann könnten wichtige Branchenmessen wie die AMB in Stuttgart, die IMTS in Chicago und die Jimtof in Tokyo mit positiven Impulsen unterstützen. Dennoch werden die Bestellungen im Gesamtjahr 2024 deutlich im Minus bleiben.

So sieht es momentan im deutschen Maschinen- und Anlagenbau aus ...(Bild:  VDW)
So sieht es momentan im deutschen Maschinen- und Anlagenbau aus ...
(Bild: VDW)

2025/2026 dürfte sich die Maschinennachfrage breiter erholen

Für 2025 und 2026 erwartet der VDW-Prognosepartner Oxford Economics aber eine spürbare, regional breiter abgestützte Erholung der Werkzeugmaschinennachfrage. Das Ausland soll dabei wieder kräftig anziehen, während die Dynamik im Inland deutlich schwächer ausfallen dürfte. Heering dazu: „Der prognostizierte Zuwachs kann die Verluste aus dem Abschwung der beiden vorangegangenen Jahre aber nicht ausgleichen.“ Man sei noch weit davon entfernt, frühere Spitzenwerte zu erreichen. Während sich das Ausland dem Niveau von 2018 immerhin nominal wieder annähert, verliert das Inland im Vergleich zu früheren Zeiten strukturell deutlich an Boden, so der VDW-Geschäftsführer abschließend. Aufgrund der schwachen Auftragslage und sinkender Auftragsbestände, wird die Produktion auch im laufenden Jahr deutliche Abschläge hinnehmen müssen. Prognostiziert ist ein Rückgang von acht Prozent.

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