Nachhaltigkeit Verantwortungsbewusste Aluminiumproduktion: Eural Gnutti erhält ASI-Zertifizierung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Ein Meilenstein für ihre ESG-Strategie: Eural Gnutti erhält die ASI-Zertifizierung. Mit Fokus auf Dekarbonisierung und soziale Verantwortung festigt das Unternehmen seine Position als Vorreiter in der Aluminium-Wertschöpfungskette.

Das Werk in Rovato, Italien, ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und zeigt Eural Gnuttis Engagement für Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz als Teil ihrer Umweltstrategie.(Bild:  Eural Gnutti)
Das Werk in Rovato, Italien, ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und zeigt Eural Gnuttis Engagement für Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz als Teil ihrer Umweltstrategie.
(Bild: Eural Gnutti)

Die Aluminium Stewardship Initiative (ASI) ist eine international anerkannte, unabhängige Non-Profit-Organisation, die ein Zertifizierungsprogramm für die gesamte Aluminiumwertschöpfungskette entwickelt hat. Dieses basiert auf zwei freiwilligen Standards: dem ASI Performance Standard, der Umwelt-, Sozial- und Governance-Prinzipien (ESG) für Produktionsstätten definiert, sowie dem ASI Chain of Custody (CoC) Standard, der Anforderungen zur Rückverfolgbarkeit zertifizierter Materialien entlang der gesamten Lieferkette vorgibt.

Zur Überprüfung ihrer ESG-Konformität im Bereich Aluminiumproduktion und -verarbeitung durchlief Eural Gnutti einen strukturierten vierstufigen Zertifizierungsprozess. Zunächst wurde eine interne Selbsteinschätzung durchgeführt, um den Geltungsbereich festzulegen, gefolgt von einem Audit durch eine akkreditierte, unabhängige Drittstelle. Im Anschluss erstellte diese Stelle einen umfassenden Bericht über die gesammelten Nachweise und sprach auf dieser Grundlage die offizielle Zertifizierung aus. Die Bewertung erfolgte anhand von 11 Prinzipien und 62 Kriterien in den Bereichen Governance, Umwelt und Soziales. Dabei wurde Eural Gnutti ein hoher Reifegrad bescheinigt. Die implementierten Systeme wurden als effektiv und vollständig in das Unternehmensmanagement integriert bewertet und unterstützen somit die kontinuierliche Optimierung der Produktionsprozesse.

Governance und Transparenz: Die Grundlagen der Resilienz von Eural

Das ASI-Audit bestätigte durch die Bewertung der Governance-Kriterien die Stärke des ethischen, organisatorischen und unternehmerischen Systems. Im Bereich der Rechtskonformität verfüge Eural Gnutti über ein strukturiertes, regelmäßig überwachtes System zur Einhaltung geltender Vorschriften, wie bereits im Nachhaltigkeitsbericht 2023 dokumentiert. Darüber hinaus sei der Ethik-Kodex öffentlich einsehbar und stelle ein klares Bekenntnis zur Ablehnung korrupter Praktiken dar. Ergänzend wurden das Organisationsmodell gemäß GvD Nr. 231/2001 und ein Whistleblowing-Verfahren eingeführt, um Hinweisgeber zu schützen.

Das gesamte System wird durch zahlreiche Zertifizierungen gestützt, darunter ISO 14001:2015, ISO 50001:2018 sowie die Einhaltung der SA8000-Anforderungen, auch wenn hierfür keine formelle Zertifizierung vorliegt. Die Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette wird durch eine verantwortungsvolle Beschaffungsrichtlinie und ein sorgfältiges Lieferantenmanagement gestärkt. Im Hinblick auf Resilienz wurde ein Notfall- und Kontinuitätsplan nach UNI EN ISO 22301 entwickelt, der eine effektive Reaktion auf Krisen- oder Ausfallsituationen ermöglicht. Weitere Maßnahmen umfassen ESG-Impact-Bewertungen bei Sonderoperationen, regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte nach GRI-Standards sowie volle Transparenz gegenüber Stakeholdern und Aufsichtsbehörden.

Nachhaltigkeit in der Produktion

Eural Gnutti verfolgt nach eigenen Angaben eine fortschrittliche Umweltstrategie im Sinne der Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft. Das gesamte Produktionsmodell basiere auf einer integrierten Umweltpolitik, mit dem Ziel, Emissionen zu reduzieren, den Einsatz von Rohstoffen zu optimieren sowie Abfälle und Wasserverbrauch zu minimieren. Das Unternehmen verfüge über ein präzises Berichtssystem zur Erfassung sowohl der direkten (Scope 1) als auch der indirekten (Scope 2) Treibhausgasemissionen. Diese Emissionen werden in CO₂-Tonnen pro Umsatz gemessen. Im Vergleich zum Jahr 2020 konnte eine beeindruckende Reduktion der Emissionsintensität um 49 Prozent erzielt werden.

Derzeit wird das Monitoring auf Scope-3-Emissionen in der Lieferkette ausgeweitet. Gemäß der Emissionshandelsrichtlinie (GvD Nummer. 47/2020) gelten sowohl das Werk in Rovato als auch die Gießerei in Pontevico als „Kleine Emittenten“, mit einem durchschnittlichen Jahresausstoß unter 25.000 Tonnen im Zeitraum 2021–2023. Zudem wurde eine Lebenszyklusanalyse (LCA) für Aluminiumstangen in den beiden bleifreien Hauptlegierungen 2033 und 6026LF durchgeführt. Die Umweltleistung wurde dabei als besonderer Pluspunkt hervorgehoben – ein Beleg für Eural Gnuttis Fähigkeit, Nachhaltigkeit in messbare und nachvollziehbare industrielle Praxis umzusetzen.

Eine Unternehmenskultur mit sozialer Verantwortung

Abschließend wurde im Auditbericht auch das soziale Engagement von Eural Gnutti hervorgehoben. Es zeige sich im konsequenten Schutz grundlegender Arbeitnehmerrechte, in aktiven Maßnahmen gegen Diskriminierung sowie in der Förderung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Diese Prinzipien wurden in einer strukturierten Menschenrechts- und Sozialpolitik verankert, mit dem Ziel, ein inklusives, gerechtes und respektvolles Arbeitsumfeld zu schaffen. Die Arbeitssicherheit wird durch ein System nach ISO 45001:2018 gewährleistet, mit transparenter und umfassender Berichterstattung im Rahmen des Nachhaltigkeitsberichts. Diese Herangehensweise ist Ausdruck einer Unternehmenskultur, die soziale Verantwortung ernst nimmt – auch gegenüber der lokalen Gemeinschaft und den Regionen, in denen Eural tätig ist.

„Diese Zertifizierung stärkt die Positionierung von Eural Gnutti als führender Akteur in der nachhaltigen Aluminium-Wertschöpfungskette“, erklärt Gianfranco Cazzago, Nachhaltigkeitsbeauftragter bei Eural Gnutti. Er ergänzt: „Sie bestätigt den Wert der in den letzten Jahren geleisteten Arbeit, um Nachhaltigkeit in unsere Entscheidungs-, Produktions- und Organisationsprozesse zu integrieren“ – und schließt: „Dies ist kein Endpunkt, sondern eine Etappe auf einem langfristigen Weg, bei dem ökologische und soziale Verantwortung sowie eine solide Unternehmensführung die Grundlagen unseres Wachstums darstellen.“

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