Ejot-Leichtbauseminar Verbindungstechnik ist der Schlüssel zum Mischbau
Leichtbau ist kein neues Thema, aber es ist heute wichtiger denn je, vor allem für die Automobilhersteller. „Mittlere und große Pkw sind seit 1994 jährlich um durchschnittlich 10 kg schwerer geworden“, erklärte Norbert Hornbostel von der Technologieentwicklung Verbindungstechnik der Audi AG auf dem Fachseminar Leichtbau der Ejot GmbH & Co. KG.
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Begründet liegt dies in den gestiegenen Ansprüchen an Sicherheit und Komfort. „Denen steht auf der anderen Seite die Forderung nach geringerem Kraftstoffverbrauch gegenüber, was nach Gewichtsreduzierung verlangt.“ Deshalb sei die Entwicklung bei der Karosserie vom Monomaterial heute bei der Aluminium-Stahl-Bauweise angekommen. „Und morgen reden wir von Multimaterial“, so Hornbostel.
Fügetechnik spielt beim Leichtbau eine Schlüsselrolle
„Die Fügetechnik spielt bei der Mischbauweise eine Schlüsselrolle“, betonte Prof. Dr.-Ing. Carsten Bye von der privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Diepholz in seinem Vortrag. Dabei sieht er das größte Potenzial bei den mechanischen Fügeverfahren, beim Kleben und den sogenannten Hybridverfahren. „Die Kombination aus punktuellem Fügen und flächigem Kleben führt zu einer deutlichen Festigkeitserhöhung der Verbindung“, erläuterte Bye.
Als Beispiel für die Mischbau-Verbindungstechnik nannte Hornbostel den Audi TT: 1704 Stanzniete, 229 fließlochformende FDS-Schrauben, 172 Clinchpunkte, 22 m MIG- und 5 m Laser-Schweißnaht, 1287 Widerstandsschweißpunkte sowie 97 m Klebenaht halten die 206 kg wiegende Karosserie aus Alu und Stahl zusammen.
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