Zulieferersparte von Bosch Vereinbarung sichert Zukunft von 80.000 Bosch-Mitarbeitern

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Autozulieferer Bosch und Arbeitnehmervertreter haben sich geeinigt, wie sie den Wandel hin zur Elektromobilität in Zukunft gestalten wollen. Betriebsbedingte Entlassungen soll es bis Ende 2027 im Unternehmensbereich Mobility nicht geben. Bei strategischen Themen wird eine intensivere Beteiligung von Arbeitnehmervertretern angestrebt.

(Bild:  wsf-f - stock.adobe.com)
(Bild: wsf-f - stock.adobe.com)

Einer der Kernpunkte der Vereinbarung ist der Ausschluss betriebsbedingter Entlassungen bis Ende 2027. Davon seien knapp 80.000 Beschäftigte in Deutschland betroffen, teilten Unternehmen, Gesamtbetriebsrat und Gewerkschaft IG Metall am Dienstag mit. So schaffe man Planbarkeit und Sicherheit für die Beschäftigten des Unternehmensbereichs Mobility, also der Zulieferersparte.

Die Vereinbarung regelt den Angaben zufolge auch den Austausch mit den Arbeitnehmervertretern neu. Bei strategischen Themen solle eine intensivere Beteiligung etabliert werden. Vor Standortentscheidungen sollen künftig die Betriebsräte einbezogen werden und Alternativen einbringen können. Diese Regelung sind in einem Zukunftstarifvertrag festgehalten. Damit sichere man die Zukunftsfähigkeit der deutschen Mobility-Standorte langfristig, hieß es.

Die Bosch-Beschäftigten in Deutschland bangen bereits länger um ihre Jobs. Der Grund dafür sind zahlreiche Transformationsprozesse. Neben dem Wandel hin zu E-Mobilität werden bei dem Automobilzulieferer auch die Entwicklung von Software und automatisierter Fahrfunktionen immer wichtiger. Viele Bosch-Arbeitsplätze hängen aber noch vom klassischen Geschäft mit dem Verbrennungsmotor ab. Außerdem zeichnet sich in der Branche ein Trend ab, die Produktion für Elektromobilität in Osteuropa anzusiedeln. Wegen eines geplanten Bosch-Werks in Tschechien hatte Gesamtbetriebsratschef Sell gemeinsam mit anderen Arbeitnehmervertretern im Februar gut 17.000 Mitarbeiter an neun deutschen Standorten zu einer Sonderbetriebsversammlung zusammengetrommelt.

Die Zulieferersparte ist der größte Unternehmensbereich von Bosch. Auf sie entfielen fast 60 Prozent der 88,2 Milliarden Euro, die das Unternehmen im vergangenen Jahr an Umsatz erlöste. Weltweit arbeiten mehr als die Hälfte der rund 420.000 Mitarbeiter in dem Bereich.

(ID:49597436)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung