Rohstoffe Verfügbarkeit von Kupfer langfristig unkritisch

Redakteur: Jürgen Schreier

Kupfer ist ein entscheidender Werkstoff für den Erfolg der Energiewende. Auch künftige Generationen können auf Kupfer setzen, da Verfügbarkeit von Kupfer langfristig unkritisch ist, wie die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) bestätigt.

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(Bild: commons.wikimedia.org)

Deutschland zählt als wichtige Industrienation zu den größten Rohstoffkonsumenten der Welt. Ein Großteil der Massenrohstoffe, zum Beispiel Kies, Sand, Kalkstein, Ton und auch Salz wird innerhalb des Landes aus heimischen Lagerstätten gewonnen. Metallrohstoffe, viele wichtige Industriemineralien, Seltene Erden und fossile Rohstoffe müssen fast vollständig importiert werden, wobei Verfügbarkeiten verschiedener Rohstoffe inzwischen im kritischen Bereich liegen und nicht ohne weiteres abrufbar sind.

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Dass man sich hier um das bedeutende Funktionsmetall Kupfer entgegen allen Unkenrufen auch langfristig keine Sorgen machen muss, bestätigte nun die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in einer Diskussionsrunde des Deutschen Kupferinstituts mit Medienvertretern und der Wirtschaftsvereinigung Metalle, die in diesem Zusammenhang auch oft zitierte Falschmeldungen korrigierte, dass die aktuellen Kupfervorräte nur noch 40 Jahre ausreichen.

Kupfer – ein unentbehrlicher Werkstoff

„Ein oft verwandtes, aber an sich falsches Kriterium für die Bemessung der Verfügbarkeit eines Rohstoffs ist die statische Reichweite der Reserven, das Verhältnis aus aktuellen Reserven und der jährlichen Bergwerksförderung, die bei Kupfer durchschnittlich bei rund 40 Jahren liegen. Das heißt aber nicht, dass wir dann kein Kupfer mehr haben - ganz im Gegenteil, die potenziellen Vorräte von Kupfer steigen eher an“, gibt Maren Liedtke von der DERA zu verstehen.

Dies ist umso wichtiger, da Kupferwerkstoffe grundlegende Elemente vieler technischer Errungenschaften der Menschheit und innovativer Entwicklungen sind: Ohne Kupfer kein Strom, keine Nachrichten- oder Computertechnik, keine Energie oder industrielle Anwendungen.

Die Einsatzbereiche von Kupfer sind so vielfältig wie bei kaum einem anderen Rohstoff. Dazu Dr. Michael Niese von der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) in Berlin: „Auch eine erfolgreiche Energiewende wird ohne Kupfer nicht möglich sein. Das rote Metall ist die Voraussetzung für eine effiziente Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Strom und Wärme. Kupfer leitet ausgezeichnet Wärme und Strom und ist unverzichtbar für neue Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, neue Leitungen oder Speicher. Kein Windrad dreht sich, keine Solarzelle wirkt und kein Elektromobil fährt ohne Kupfer. Für eine moderne Windenergieanlage mit 5 MW Leistung werden einschließlich des Netzanschlusses bis zu 30 t Kupfer benötigt. Nicht nur die Energiewirtschaft setzt auf Kupfer als Funktionsmetall für Wärme und Elektrizität, sondern auch Industrie, Gewerbe und Haushalte. Kupfer ist ein Werkstoff des modernen Lebens. Wir finden ihn in der Fabrikhalle, im Auto, im Supermarkt und bei uns zuhause.“

Thesen über die Verknappung von Kupfer verunsichern Industrie und Verbraucher

Deshalb führen Behauptungen über die Verknappung von Kupfer zu Nervosität in Industrie und beim Verbraucher. Laut DERA wurden im Jahr 2012 die weltweiten Reserven mit rund 660 Mio. t Kupfer angegeben. Dies sind definitionsgemäß die zu heutigen Preisen und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbaren Anteile an den Vorräten.

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