Bücher-Check Verkaufsplanungen von Thyssenkrupp Steel gehen in nächste Runde

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Im Fall des möglichen Verkaufs von Thyssenkrupp Steel an den indischen Stahlhersteller Jindal Steel soll wohl demnächst eine genaue Prüfung der Bücher des Stahlherstellers durch Jindal stattfinden ...

Heißer Deal? Am Dienstag (16. September) kamen Gerüchte auf, dass der indische Stahlkonzern Jindal Steel International ein Angebot zum Kauf von Thyssenkrupp Steel Europe an den Mutterkonzern abgegeben hat. Wie es aussieht, werden jetzt die nächsten Schritte eingeleitet ...(Bild:  Jindal)
Heißer Deal? Am Dienstag (16. September) kamen Gerüchte auf, dass der indische Stahlkonzern Jindal Steel International ein Angebot zum Kauf von Thyssenkrupp Steel Europe an den Mutterkonzern abgegeben hat. Wie es aussieht, werden jetzt die nächsten Schritte eingeleitet ...
(Bild: Jindal)

Am 16. September hatten Thyssenkrupp und Jindal Steel International bekannt gemacht, dass der familiengeführte Stahlkonzern die gesamte Stahlsparte von Thyssenkrupp kaufen will und auch schon ein unverbindliches Angebot abgegeben hat. Das dabei vorgelegte Konzept für die Zukunft gilt als attraktiv. Denn demnach will Jindal unter anderem die in Duisburg bereits im Bau befindliche Direktreduktionsanlage zur Herstellung von grünem Stahl fertigstellen. Zusätzlich will das Unternehmen dort für mehr als zwei Milliarden Euro Lichtbogenofen-Kapazitäten schaffen. Thyssenkrupp-Entscheider und die Landesregierung hätten sich nicht abgeneigt geäußert. Und wie die dpa aus Kreisen der beteiligten Unternehmen Jindal und Thyssenkrupp Steel nun erfahren hat, wird eine sogenannte Due Diligence vorgenommen, was den Verkauf von Thyssenkrupp Steel Europe angeht. Außerdem wollen Vertreter der indischen Eigentümerfamilie zeitnah nach Deutschland reisen und unter anderem mit Thyssenkrupp und Arbeitnehmervertretern sprechen, wie es weiter hieß.

Jindal Steel betritt mit Thyssenkrupp-Kauf europäischen Boden

Jindal sprach dabei außerdem von einer Wertschöpfungskette unter der Überschrift „Von der Mine bis zum Metall“. Der indische Stahlkonzern beabsichtige etwa, hochwertiges Eisenerz aus seinen Minen in Kamerun nicht nur für eine eigene DRI-Anlage in Oman zu liefern, sondern später auch für die unfertige Anlage in Duisburg. Thyssenkrupp will das Angebot nach eigenen Angaben aber zunächst intensiv prüfen und dabei vor allem auf die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit, die Fortführung der grünen Transformation sowie die Beschäftigung an den Stahlstandorten achten. Arbeitnehmervertreter seien ebenfalls nicht abgeneigt, den Deal zu akzeptieren. Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner, glaubt sogar, dass Thyssenkrupp Steel die perfekte Ergänzung für Jindal sein könnte, denn in Europa sind die Inder noch nicht aktiv. Deshalb wäre der Kauf strategisch sinnvoll und biete viele Chancen.

(ID:50561163)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung