Zerspanungstechnik

Verkettete Produktionssysteme schneller und genauer planen

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Bild 1 zeigt exemplarisch die leistungsrelevanten Bereiche der Kostenkennlinien zweier fiktiver Anlagenkonfigurationen und deren Interpretation. Je nach der vom Kunden geforderten Ausbringungsmenge kann anhand dieses Entscheidungskriteriums eine geeignete Anlagenkonfiguration ausgewählt werden. Liegt die vom Kunden geforderte Ausbringungsmenge beispielsweise im Bereich I, sind beide Anlagenkonfigurationen überdimensioniert: die leistungsrelevanten Bereiche der Kostenkennlinien beginnen erst in Bereich II, weil die Engpassverfügbarkeiten in Bereich I unterhalb der praxisrelevanten Grenze (80 bis 100%) liegen. Liegt die vom Kunden geforderte Ausbringungsmenge zum Beispiel im Bereich IV, wird Anlagenkonfiguration a ausgewählt, da nur sie diese Menge produzieren kann.

Planung der Anlage ist ein iterativer Prozess

Im Rahmen des Projekts wurde auf Basis der beschriebenen Prognosemöglichkeiten eine Methode zur Konfiguration kreisförmig verketteter Produktionssysteme in der Angebotsphase entwickelt. Die Methode läuft iterativ ab (Bild 2). Aus Sicht der Hersteller kreisförmig verketteter Produktionssysteme beginnt die Planung derartiger Systeme in der Angebotsphase mit einer Kundenanfrage beispielsweise in Form eines Lastenhefts.

Die Informationen vom Kunden umfassen Details des zu fertigenden Produkts sowie Anforderungen, die an die Leistungsfähigkeit des Produktionssystems gestellt werden. Auf Basis dieser Informationen entwickelt der Planer eine initiale Anlagenkonfiguration. Anschließend erfolgt für diese Konfiguration die Prognose des leistungsrelevanten Bereichs der Kostenkennlinie.

Software generiert Vielzahl alternativer Anlagenkonfigurationen

Anhand dieses Entscheidungskriteriums nimmt der Planer eine Bewertung vor und entscheidet, ob die Anlagenkonfiguration für die Angebotsabgabe geeignet ist oder eine Modifikation notwendig erscheint. Fällt die Entscheidung für eine Modifikation der Anlagenkonfiguration aus, wird mittels eines als Software implementierten Alternativengenerators eine Vielzahl alternativer Anlagenkonfigurationen erzeugt, die mit dem ersten Entwurf ähnlich sind.

Anschließend findet eine Bewertung der neuen Anlagenkonfigurationen auf Basis der Planungsmethode statt. Diese Iteration endet erst, wenn der Planer aus der Menge der vorgeschlagenen Alternativen eine Anlagenkonfiguration zur Angebotserstellung auswählt.

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