Berufsorientierung Viele Schüler wissen nicht, was sie werden sollen

Redakteur: Jürgen Schreier

Laut einer Allensbach-Studie im Auftrag der Vodafone Stiftung fühlt sich nur gut die Hälfte der Schüler in Deutschland (56 %) ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert. Von denen, die Informationsdefizite beklagen, geben 54 Prozent an, nicht zu wissen, welche Berufe gute Zukunftsaussichten bieten.

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Die Ergebnisse der Studie seien deshalb so bedenklich, weil die jüngste Ausbildungsstatistik der Arbeitsagentur gezeigt habe, dass auch in diesem Jahr die Zahl der unbesetzten Lehrstellen angestiegen sei, während es gleichzeitig noch viele unversorgte Bewerber gebe. so Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung.
Die Ergebnisse der Studie seien deshalb so bedenklich, weil die jüngste Ausbildungsstatistik der Arbeitsagentur gezeigt habe, dass auch in diesem Jahr die Zahl der unbesetzten Lehrstellen angestiegen sei, während es gleichzeitig noch viele unversorgte Bewerber gebe. so Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung.
(Bild: Vodafone Stiftung)

„Diese Ergebnisse sind deshalb so bedenklich, weil die jüngste Ausbildungsstatistik der Arbeitsagentur gezeigt hat, dass auch in diesem Jahr die Zahl der unbesetzten Lehrstellen angestiegen ist, während es gleichzeitig noch viele unversorgte Bewerber gab“, so Dr. Mark Speich, Geschäftsführer der Vodafone Stiftung. Dies habe zwar verschiedene Ursachen, so Speich weiter, aber eine Verbesserung der Berufsorientierung wäre für beide Seiten sehr hilfreich – für die Schüler auf ihrem weiteren Bildungsweg und für die Unternehmen bei der Fachkräftesicherung.

Schüler an Sekundarschulen und Gymnasien gleichermaßen schlecht informiert

„Informationsdefizite zur Ausbildungs- und Berufsorientierung sind ein Problem für viele Schüler in Deutschland“, so Professor Renate Köcher, Leiterin des Institut für Demoskopie Allensbach. Von denjenigen, die sich unzureichend informiert fühlen, so Köcher weiter, gibt mehr als die Hälfte der Sekundarschüler an, dass ihnen ganz grundlegende Informationen dazu fehlen, welche Ausbildungswege es überhaupt gibt, während fast zwei Drittel der Gymnasiasten sagen, dass sie zu wenig über bestimmte Studiengänge zu wissen.

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Besonders auffällig ist, dass die umfassenden Angebote der Agentur für Arbeit von Schülern kaum genutzt werden. Lediglich 25 % der Schüler haben sich bisher dort informiert. Wiederum für nur rund ein Drittel von diesen war dies hilfreich (32 %). Ebenso skeptisch werden Internetangebote beurteilt. Nur gut ein Drittel derer, die sich online informierten, fanden dort gute Informationsangebote (36 %).

Schüler schätzen Infotage von Unternehmen

Schüler suchen praxisnahe Informationen und wünschen sich Brücken-Rolle der Schulen

Schüler legen Wert auf praxisnahe Informationen: Praktika und Gespräche mit Berufstätigen aus dem an-gestrebten Berufsfeld wurden von der überwiegenden Mehrheit (75 bzw. 63 %) als die hilfreichsten Informationsquellen angegeben.

Mehr als die Hälfte empfand zudem Informationstage und -angebote von Unternehmen als hilfreich (53 bzw. 52 %). Von den Schülern, die sich mehr Unterstützung bei der Berufsorientierung wünschen, sehen die überwiegende Mehrheit ihre Schule als zentralen Bezugsort für weitere Informationen. Die Koordinierung zwischen Schulen, Unternehmen und den zuständigen Behörden gilt es also weiter zu verstärken.

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