Business Performance Index Mittelstand

Viele Unternehmen haben die Geschäftsprozesse nicht im Griff

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Dies ist – verglichen mit dem nur moderat gesunkenen Gesamt-BPI-Wert der Branche – ein deutliches Alarmsignal. Der Dienstleistungssektor erhöht seine Spannweite in beide Richtungen marginal. Der Handel verharrt auf den BPI-Werten des Vorjahres.

Peter Burghardt kommentiert: „Viele Unternehmen haben bei ihren Prozessen noch Nachholbedarf. Wir sprechen über den Mittelstand, also über Unternehmen mit 20 bis 2000 Mitarbeitern. Gerade kleinere Unternehmen haben oft weniger Zeit und Kapazitäten, um sich um die Verbesserung ihrer Prozesse zu kümmern.“

Eigene IT-Budgets sind im Mittelstand eher selten

Hinzu kommt, dass eigene IT-Budgets im Mittelstand eher selten sind und Projekte zur Prozessoptimierung häufig vom Fachbereich initiiert und bezahlt werden. „Es wäre wünschenswert, dass die IT-Mitarbeiter sich in die Belange der Fachbereiche einarbeiten und die Prozessoptimierung forcieren“, ist Burghardt überzeugt. „Möglicherweise wirken sich Cloud-Lösungen mittelfristig entlastend auf die IT aus und schaffen hierfür Freiräume.“

Ganze 6 Punkte verschlechterte. Am wenigsten spürbar für Österreich. Dort arbeitet man mit 71,9 Punkten weiter an einer überdurchschnittlichen und erfolgsorientierten Prozessperformance.

Auch die in der Studie ermittelten geschwächten Performance-Werte für die IT-Unterstützung und den Reifegrad innovativer IT-Lösungen wirken sich branchenübergreifend negativ auf den Unternehmens- bzw. Prozesserfolg aus. Hier schlägt in diesem Jahr die Verschlechterung im Unternehmensbereich Personalwesen am stärksten zu Buche. Ebenfalls belasten Probleme im Lagermanagement, im Service-Bereich und bei der Produkt- und Serviceentwicklung die erfolgreiche Entwicklung mittelständischer Unternehmen.

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