Wasserstoff-Chance Viele Wasserstoffelektrolyseure für Deutschland in Planung – aber ...

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In Deutschland sollen bis 2030 viele Anlagen zur Wasserstoffherstellung entstehen. Damit könnte das 10-Gigawatt-Ziel erreicht werden ...

Ein Elektrolyseur verwandelt Wasser mithilfe von elektrischem Strom in Sauerstoff und Wasserstoff. Letzterer soll die Energiewende unterstützen. Viele Elektrolyseure sind in Deutschland zwar geplant, aber mit der Umsetzung hapert es, wie die dpa erfahren hat ...(Bild:  DLR)
Ein Elektrolyseur verwandelt Wasser mithilfe von elektrischem Strom in Sauerstoff und Wasserstoff. Letzterer soll die Energiewende unterstützen. Viele Elektrolyseure sind in Deutschland zwar geplant, aber mit der Umsetzung hapert es, wie die dpa erfahren hat ...
(Bild: DLR)

Klimaneutral erzeugter Wasserstoff soll im künftigen Wirtschaftssystem bekanntlich eine zentrale Rolle spielen. Als Energieträger soll er in neuen Gaskraftwerken Strom erzeugen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. In der Industrie soll er etwa bei der Stahlherstellung Kohlenstoff ersetzen und so große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid vermeiden. Abfallprodukt ist jeweils schlichtes Wasser. Doch wie sieht es mit dem Fortschreiten dieser Alternative aus? Hier die Antwort:

Bei wenigen Elektrolyseuren ist der Bau beschlossen

Pläne für Wasserstoffelektrolyseure in Deutschland gebe es eine Menge, doch nur bei wenigen Anlagen sei der Bau final beschlossen, stellt eine neue Studie fest. Mittlerweile sind bis 2030 Elektrolyseure mit einer Leistung von 10,1 Gigawatt vorgesehen, wie aus einer vom Energiekonzern Eon vorgestellten Untersuchung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) hervorgeht. Würden alle diese Anlagen verwirklicht, wäre damit das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 eine Elektrolyseleistung von 10 Gigawatt in Deutschland zu installieren, erreicht. Bei einer ähnlichen EWI-Analyse im August 2023 lag die bis 2030 geplante Erzeugungskapazität noch bei 8,7 Gigawatt. Geplant werden die Anlagen vor allem in den norddeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Offensichtlich fehlen die Fördermittel für Elektrolyseprojekte

Eon äußerte sich allerdings zurückhaltend zu den Zahlen. Es besteht eine große Diskrepanz zwischen geplanten Projekten und finalen Investitionsentscheidungen, teilte Deutschlands größter Energieversorger und Verteilnetzbetreiber mit. Von 88 angekündigten Projekten läge nur für 16 (mit einer geplanten Erzeugungsleistung von insgesamt 0,3 Gigawatt) eine finale Investitionsentscheidung vor. Das sind also nur rund drei Prozent der angekündigten Elektrolysekapazität. Als mögliche Hemmnisse für endgültige Investitionsbeschlüsse sieht der Konzern etwa noch nicht ausreichende Fördermittel, strenge Auflagen oder verspätete Förderzusagen. Zudem fehlten bisher die nötige Transport- und Speicherinfrastruktur.

Installierte Elektrolysekapazität in Deutschland erst 66 Megawatt

Deutschland befindet sich beim Wasserstoffhochlauf erst am Anfang eines langen Weges, betonte der Geschäftsführer der Wasserstofftochter Eon Hydrogen, Gabriël Clemens. Der deutliche Aufwärtstrend sehe in der Theorie zunächst gut aus, doch in der Praxis sei man vom Ziel noch weit entfernt. Im Februar lag die bereits installierte Erzeugungskapazität bei 66 Megawatt, das sind aber nur 0,066 Gigawatt.

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