Jubiläum Vom Metzger zum Präzisionsteile-Hersteller: Höhn wird 50 Jahre

Quelle: Pressemitteilung Fluro-Gelenklager 4 min Lesedauer

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Ein halbes Jahrhundert auf dem Markt hochwertiger Präzisionsteile: Die Martin Höhn GmbH feiert Jubiläum. Das Familienunternehmen setzt bis heute auf die Fertigung von Zeichnungsteilen sowie mit Fluro-Gelenklager auf ihr eigenes Portfolio an Gelenklagern und Gelenkköpfen.

Die Martin Höhn GmbH feiert 50-jähriges Firmenjubiläum. Zum Unternehmen gehört die Fluro-Gelenklager GmbH.(Bild:  Fluro-Gelenklager GmbH)
Die Martin Höhn GmbH feiert 50-jähriges Firmenjubiläum. Zum Unternehmen gehört die Fluro-Gelenklager GmbH.
(Bild: Fluro-Gelenklager GmbH)

Ein gelernte Metzger schult um zum Werkzeugmacher: Das war 1973 und Martin Höhn voller Tatendrang. Noch während der Umschulung war für ihn klar: Er wollte selbst etwas auf die Beine stellen. Der Zufall tat sein Übriges. In der Lokalzeitung bot ein Betrieb seine Präzisionsteilefertigung zum Verkauf – Martin Höhn schlug zu. Unterstützung bekam er von seinem Bruder Ernst Höhn, gelernter Mechaniker.

Und so legten die beiden in Isingen auf einem Bauernhof aufgewachsenen Brüder los. In Trichtingen, in der Garage des Wohnhauses von Martin Höhn und seiner Frau Friedhilde, ging die Höhn GmbH an den Start. Sohn Reiner war drei Jahre, Tochter Marion gerade mal ein Jahr alt. Friedhilde Höhn arbeitete von Anfang an mit, die Kinder wuchsen in und mit dem Betrieb auf. Auch Ernst Höhns Frau Irene gehörte zur Stammbelegschaft.

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Die Familie als Mitarbeiter der ersten Stunde(n)

Zu Beginn waren Wellenschutzhülsen die Umsatzträger. Der Hauptkunde, Pumpenspezialist KSB, zeigte sich hochzufrieden. So kamen immer mehr Kunden dazu, denn Martin Höhn war ein begnadeter Vertriebsmann. Zusammen mit Ehefrau Friedhilde reiste er durch Europa und gewann neue Kunden, während die Oma zuhause die Kinder versorgte und Bruder Ernst mit seiner Frau Irene in der Produktion die Stellung hielt.

Die Firma wuchs und wuchs. Die Garage samt Waschküche war dem räumlich nicht mehr gewachsen, sodass zunächst Schuppen und Scheunen auf dem elterlichen Bauernhof in Isingen zu Produktionsstätten wurden. Ein weiteres Familienmitglied, Friedhilde Höhns Schwager Herbert Faupel, stieß als erster Büromitarbeiter dazu. Sein Arbeitsplatz: ein Gartenhäuschen.

Firma und Familie waren untrennbar miteinander verbunden. Sogar die Familienausflüge am Sonntag führten immer zuerst nach Frankenthal zu KSB, um dort termingerecht Präzisionsteile abzuliefern. Danach war Familientag. Die Kinder Marion und Reiner genossen es. Später, als sie älter waren, jobbten sie an den Wochenenden und in den Ferien im Betrieb.

Eigene Produktpalette mit Gelenklagern und Gelenkköpfen

Erstklassige Präzisionsteile aus hochwertigen Stählen, vor allem aus Edelstahl, drehen, fräsen, schleifen, montieren entsprechend der vom Kunden gelieferten Zeichnungen: Das war die Kernkompetenz der Martin Höhn GmbH. Martin Höhn überlegte: Wäre es nicht sinnvoll, käme zur Auftragsfertigung ein eigenes Produktportfolio dazu? So gründete er im Jahr 1976 die Fluro-Gelenklager GmbH. Hier entstand eine eigene Produktpalette mit Gelenklagern und Gelenkköpfen. Damit hatte Martin Höhn nun zwei Geschäftsbereiche:die Fertigung von Zeichnungsteilen sowie die Produktion von Gelenklagern, Gelenkköpfen sowie Sonderlösungen.

Martin Höhn erweiterte die Fertigung, nutzte Synergien der beiden Geschäftsbereiche, forcierte den Vertrieb. Da die Firma florierte, wurde der Bauernhof zu klein und das Gewerbegebiet in Rosenfeld in der Siemensstraße im Jahr 1981 zum neuen Firmensitz der Martin Höhn und der Fluro-Gelenklager GmbH. Ein idealer Standort, der in den folgenden Dekaden immer weiter ausgebaut wurde: baulich, fertigungstechnisch, produktbezogen, personell. Immer mehr CNC-Maschinen verdrängten die alten Drehautomaten, die neue Abteilung für Qualitätssicherung garantierte höchste Qualitätsstandards. Im Jahr 1997 erfolgte die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001. Mit inzwischen fünfzig MitarbeiterInnen hatte sich die Firma in der Branche und auf dem Weltmarkt einen Namen gemacht.

Unternehmensführung weiter in Familienhand

Reiner Höhn, Sohn des Firmengründers, ist seit 2014 geschäftsführender Gesellschafter der Fluro-Gelenklager und Martin Höhn GmbH.(Bild:  Fluro-Gelenklager GmbH)
Reiner Höhn, Sohn des Firmengründers, ist seit 2014 geschäftsführender Gesellschafter der Fluro-Gelenklager und Martin Höhn GmbH.
(Bild: Fluro-Gelenklager GmbH)

Zusammen mit dem Familienbetrieb wuchsen auch die Kinder heran und absolvierten ihre Ausbildungen: Marion zur Bankkauffrau, Reiner zum Werkzeugmacher und zum Industriemeister. Für ihn war immer schon klar: Er, fasziniert von Technik, wollte mitarbeiten. Doch erst zog es ihn in die Ferne. Im mexikanischen El Paso arbeitete er in einem amerikanischen Unternehmen. Dennoch war er im Familienunternehmen immer schon mit im Boot. Er stieß Innovationen an, entwickelte eine neue Baureihe für Fluro, war beratend tätig – von El Paso aus mit Computer und Fax. Im Sommer 1997 kehrte er zurück, absolvierte ein Studium zum Betriebswirt und wurde noch währenddessen Mitgesellschafter der Fluro-Gelenklager und der Martin Höhn GmbH. Am 1. Oktober 1999 dann der endgültige Einstieg ins Familienunternehmen in Vollzeit.

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Erste und zweite Generation arbeiteten zusammen. Reiner Höhn übernahm Produktentwicklung, technischen Vertrieb und erweiterte das Portfolio der Fluro-Gelenklager GmbH: Zusätzlich zur Fertigung der Normteile entwickelt er für die Kunden bedarfsgerechte Sonderlösungen. Heute besteht die Hälfte der Produkte bei Fluro aus Sonderteilen, denn die Nachfrage steigt weltweit rasant. Mehr noch: Fluro bedeutet „One-Stop-Shopping“, das heißt modernste Logistik inklusive – auch bei der Martin Höhn GmbH, die sich weiterhin auf die Fertigung von Zeichnungsteilen für Kunden in Deutschland und in Europa fokussiert. Seit dem Jahr 2014 ist Reiner Höhn alleiniger geschäftsführender Gesellschafter der Fluro-Gelenklager und Martin Höhn GmbH, unterstützt im Betrieb von seiner Frau Daniela und im Marketing von seiner Schwester Marion Brodbeck.

Modernes Fertigungsunternehmen für Präzisionsteile

Höhn fertigt auf modernen Fräsbearbeitungszentren.(Bild:  Fluro-Gelenklager GmbH)
Höhn fertigt auf modernen Fräsbearbeitungszentren.
(Bild: Fluro-Gelenklager GmbH)

Heute ist im schwäbischen Rosenfeld eine Fläche von 11.600 Quadratmetern mit modernsten Fertigungs- und Logistikhallen und zeitgemäßen Verwaltungsgebäuden bebaut. 170 MitarbeiterInnen sich für die Unternehmensgruppe tätig. Verarbeitet wird Edelstahl, Titan, Hastelloy, Kunststoffe. Zahlreiche Branchen auf dem ganzen Globus wissen Know-how und Präzision der Martin Höhn GmbH sowie der Fluro-Gelenklager GmbH zu schätzen, die Auftragsbücher sind 2023 voller denn je.

Auf modernen Dreh-/Fräs-Bearbeitungszentren sowie mit einem Team aus ausgebildeten Fachleuten und Spezialisten fertigt Höhn für nahezu alle Branchen anspruchsvolle Drehteile, Frästeile, Schleifteile, Laserschweißteile und Baugruppen. Das Teilespektrum ist immens und reicht vom Einzelteil bis hin zur Serienfertigung. Egal, ob Antriebswellen, Sicherungs- und Rastbolzen, Ventilgehäuse, Schalt-, Dosier- und Reglergehäuse, Steuer- und Ventilblöcke, Hebel, Nocken oder Gelenklager.

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