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Von der Tiefsee bis zum Weltraumbahnhof

Ein Gastbeitrag von Michael Beyrau 8 min Lesedauer

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Das Vorurteil, eher unspektakulär daherzukommen, begleitet die Hebetechnik nicht erst seit gestern. Doch hinter Anschlagmitteln steckt mehr als gedacht: Viele Anwendungsgebiete sind nicht nur beeindruckend, sondern auch überaus anspruchsvoll.

Bei der Entwicklung der Transporthalterung des Mondlandefahrzeugs setzten Intuitive Machines und der US-amerikanische Hebetechnik-Spezialist The Caldwell Group, Inc. auf den Anschlagpunkt ACP-Turnado von RUD (im Bild am oberen Ende der Transporthalterung zu erkennen). Er ermöglicht ein besonders sicheres Heben und Wenden schwerer Lasten.(Bild:  Caldwell)
Bei der Entwicklung der Transporthalterung des Mondlandefahrzeugs setzten Intuitive Machines und der US-amerikanische Hebetechnik-Spezialist The Caldwell Group, Inc. auf den Anschlagpunkt ACP-Turnado von RUD (im Bild am oberen Ende der Transporthalterung zu erkennen). Er ermöglicht ein besonders sicheres Heben und Wenden schwerer Lasten.
(Bild: Caldwell)

Die „Titanic“ wird man auch damit nicht heben, Objekte im Weltraum auch damit nicht an die Kette legen können – darüber hinaus sind der Anschlagtechnik aber heutzutage kaum noch Grenzen gesetzt. Was Anschlaglösungen in Bewegung setzen, geht inzwischen längst weit über standardisierte Applikationen auf Baustellen oder in Produktionshallen hinaus, mögen solche Anwendungen auch noch immer das Gros aller Einsätze ausmachen. Die Zeiten, da die Spezialisten für Anschlagmittel als bloße „Kettenhersteller“ tituliert werden konnten, sind dementsprechend schon lange vorbei.

Die Hebetechnik wird immer komplexer, und auch ihre Einsatzgebiete sind nicht mehr allzu weit vom berühmtesten Schiffswrack der Welt oder der Erdumlaufbahn entfernt. Die Tiefsee wird ebenso anvisiert wie der Weltraumbahnhof, und dazwischen findet sich ebenfalls einiges, das nicht nur Fachfremde überrascht. Schon ein kurzer Blick auf die außergewöhnlichen Anwendungsbereiche, in denen Spezialisten wie RUD heute unterwegs sind, zeigt jedenfalls sehr deutlich, dass moderne Anschlagtechnik weit mehr ist als Kette, Haken und Öse – und dass von ihr im wahrsten Sinne des Wortes weit mehr abhängt als von manchen Beobachtern vermutet.